Reisefrust statt Traumreise: Meine enttäuschende Busfahrt nach Venedig – Nie wieder!

Die Vorfreude auf eine viertägige Busreise, die uns nach Venedig, Udine und Triest führen sollte, war groß. Doch was als entspannter Trip begann, entpuppte sich schnell als eine Aneinanderreihung von Enttäuschungen und Unannehmlichkeiten, die jede Reiselaune zunichtemachte. Diese Erfahrung möchte ich teilen, um anderen Reisenden aufzuzeigen, worauf man bei der Buchung solcher Reisen achten sollte, damit der Traumurlaub nicht zum Albtraum wird.

Die Anreise: Ein Fiasko von Anfang an

Bereits die Planung und Durchführung der Anreise stellte sich als chaotisch und kundenunfreundlich heraus. Vor der Buchung hatte ich explizit nachgefragt, ob eine “Österreich-Städtetour” zum Einsammeln der Teilnehmer vorgesehen sei, was verneint wurde. Entgegen dieser Zusage wurde genau das durchgeführt – und zwar auf eine Art und Weise, die an Effizienz und Komfort vermissen ließ. In Graz beispielsweise gab es gleich drei Abholstationen in geringem Abstand zueinander, was im morgendlichen Berufsverkehr für unnötige Verzögerungen und Staus sorgte.

Uns wurde zugemutet, nach Wien zu fahren, mit einer Abfahrt um 04:30 Uhr, zu einer Zeit, in der keinerlei öffentliche Verkehrsmittel verkehrten. Die Notwendigkeit, ein Taxi zu nehmen, um den Treffpunkt zu erreichen, verursachte nicht nur zusätzliche, ungeplante Kosten durch den Nachttarif, sondern auch erheblichen Stress noch vor Reisebeginn. Dass es in Wien auch noch eine zweite, nicht weit vom Westbahnhof entfernte Abholstation gab, wo unser Bus abfuhr, verdeutlichte die mangelhafte Reiseplanung. Die Frage drängt sich auf: Hätte man den Reisenden in Graz und Wien nicht zumuten können, eine zentrale Sammelstelle aufzusuchen, um allen unnötige Strapazen zu ersparen? Eine vermeintlich günstige Reise wird schnell teuer und frustrierend, wenn man Ärger und Zusatzkosten einrechnet.

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Die Busfahrt selbst war eine Tortur. Von 04:30 Uhr morgens bis etwa 14:00 Uhr, der Ankunft im Palmanova Outlet Village, verbrachten wir fast zehn Stunden im Bus, unterbrochen von nur kurzen Pausen. Der Sitzabstand war furchtbar eng, was besonders auf langen Strecken zu erheblichen Komforteinbußen führte. Hinzu kam, dass die Klimaanlage defekt war. Sie war entweder nicht regulierbar, tat, was sie wollte, oder funktionierte gar nicht, was die Fahrt durchgehend unangenehm heiß machte. Dies trübte die Stimmung bereits, bevor wir überhaupt unser erstes Ziel erreicht hatten.

Die Unterkunft: Ein Hotel, das keines war

Bei unserer Ankunft im vermeintlichen “Hotel” folgte der nächste Schock. Das Wort “Hotel” ist hier eine grobe Übertreibung; es glich eher einer Absteige, die man normalerweise niemandem zumuten würde. Die Zimmer waren winzig, kaum größer als ein Abstellraum. Es gab keinen Kleiderschrank und keine Möglichkeit, den Koffer irgendwo abzulegen. Man musste ständig über das eigene Gepäck steigen, um sich im Zimmer bewegen zu können – ein Unding. Der Nassraum? Dazu schweigt man am besten. Bei einigen Mitreisenden funktionierte zudem die Heizung nicht, was kalte Nächte in den bereits unwirtlichen Zimmern bedeutete. Die grundlegendsten Standards eines Hotels waren hier schlichtweg nicht erfüllt.

Kulinarische Enttäuschungen: Hunger auf Rädern

Das “Abendessen” am ersten Tag um 20:30 Uhr war ein weiteres Tief. Was serviert wurde, war eine Frechheit. Lauwarme Nudeln, die scheinbar abgezählt waren, wurden mit einer kaum sichtbaren Sauce gereicht. Als Nachspeise gab es eine Art “Fruchtzwerg”-Pudding, zu dem sogar ein extra Löffel gereicht wurde – ein schwacher Trost für die desolate Hauptspeise. Jeden Tag war das Abendessen zum Ärgern und hätte allenfalls ein Kleinkind (wenn überhaupt) satt gemacht.

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Am Morgen folgte der nächste Schock: kalt duschen, da kein Warmwasser vorhanden war. Eine miserable Vorbereitung auf einen Sightseeing-Tag. Das Frühstück setzte die Kette der Enttäuschungen fort. Ein kleines Tablett mit Schinken und eines mit Käse für 60 Leute! Man musste ständig nachfordern und warten, bis eventuell etwas nachkam. Brot gab es keines, nur Semmeln vom Vortag, die abgezählt auf dem Tisch standen, und mehlige, nur halb aufgebackene Brötchen. Dazu die allseits bekannten kleinen Honig- und Marmeladen-Plastikschälchen. Die Qualität und Quantität der Verpflegung waren eine absolute Katastrophe und sorgten täglich für Frust.

Es sagt viel aus, wenn selbst der Chauffeur – der übrigens super und sehr bemüht war und das einzig Positive an dieser Reise darstellte – auswärts essen ging. Dies unterstreicht die unzureichende Qualität der gebotenen Mahlzeiten und spricht Bände über das Niveau dieser Reise.

Fazit: Nie wieder!

Diese 4-Tages-Busreise war eine einzige Katastrophe. Von der mangelhaften Organisation der Abholung über den unkomfortablen Bus und das untragbare Hotel bis hin zur miserablen Verpflegung war es eine Aneinanderreihung negativer Erlebnisse. Die versprochene “Lichterglanz in Venedig” wurde durch Reisefrust und Enttäuschung überschattet. Diese Erfahrung hat uns gelehrt, bei der Wahl eines Reiseanbieters und der Planung einer Reise äußerste Sorgfalt walten zu lassen und niemals Kompromisse bei Qualität und Komfort einzugehen. Lesen Sie Bewertungen und hinterfragen Sie scheinbar günstige Angebote genau, damit Ihr nächster Trip nicht zu einem solchen Desaster wird. Nie wieder!