Toaster Test 2024: Sicherheit und Qualität im Fokus – Was Sie wissen müssen

Ein Toaster gehört zur Standardausstattung fast jedes deutschen Haushalts. Doch trotz seiner Allgegenwart gibt es immer wieder Berichte über gefährliche Zwischenfälle mit den kleinen Brotröstern. Wie sicher sind aktuelle Geräte wirklich? Und können günstige Discounter-Modelle mit den etablierten Markenherstellern mithalten? Wir haben sechs gängige Toaster im Labor und Praxistest genau unter die Lupe genommen, um Ihnen Klarheit zu verschaffen.

Getestete Modelle: Von Discounter bis Premium

Für unseren Test haben wir eine Auswahl von sechs handelsüblichen Toastern aus verschiedenen Preissegmenten betrachtet:

  • Den TO 130612 von Action GmbH für 9,79 Euro
  • Den TecTro TA 171 von Kodi für 12,89 Euro
  • Den TA 1701-GS von Rossmann Ideenwelt für 19,99 Euro
  • Den STEC 920 A1 von der Lidl Eigenmarke Silvercrest für 19,99 Euro
  • Den Bosch DesignLine TAT3P424DE/01 für 69,99 Euro
  • Den WMF Stelio Toaster Edition für 69,99 Euro

Die Geräte wurden sowohl im Labor als auch im praktischen Einsatz auf Sicherheit und Qualitätsunterschiede zwischen Marken- und No-Name-Produkten überprüft. Fünf der Modelle trugen das GS-Siegel für geprüfte Sicherheit, ein Gerät das VDE-Prüfsiegel.

Brandgefahr durch Toaster: Was Verbraucher wissen müssen

Elektrogeräte sind für über ein Drittel aller Wohnungsbrände verantwortlich, und Toaster gehören zu den Top-Ten-Produkten, die Küchenbrände verursachen. Doch was genau macht diese praktischen Helfer manchmal so gefährlich?

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Häufigste Brandursache: Fehlbedienung

Die größte Gefahr geht nicht vom Toaster selbst aus, sondern von seiner Fehlbedienung. Wie Hendrik Schäfer vom VDE-Prüfinstitut erklärt, wird der Toaster oft zu nah an brennbaren Materialien wie Gardinen oder Vorhängen betrieben. Auch die Platzierung unter Oberschränken oder die Nichtverwendung des Brötchenaufsatzes können zu einem Hitzestau führen, der das Gerät überhitzt und in Brand geraten lässt.

Gefahr durch Billigimporte

Zusätzlich stellen Geräte aus dem nicht-europäischen Ausland, die oft in Online-Billigshops bestellt werden, eine potenzielle Gefahrenquelle dar. Diese Produkte sind nicht immer ausreichenden Sicherheitskontrollen unterzogen und können erhebliche Risiken bergen.

Der Sicherheitscheck im Labor: VDE-Prüfung unter der Lupe

Beim Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) in Offenbach wurden die getesteten Toaster einer technischen Spotprüfung unterzogen. Im Fokus standen dabei vor allem Überhitzung, Stromschlaggefahr und Schadstoffe. Auch weitere Mängel wie leicht ablösbare Kleinteile oder fehlende Bedienungsanleitungen wurden untersucht. Bei einem Gerät wurde ein zu leicht lösbarer Kunststofffuß bemängelt, bei einem anderen das Fehlen einer Online-Bedienungsanleitung.

Keine Überhitzungsgefahr

Elektroingenieure prüften die Toaster auf ihre Leistung und potenzielle Überhitzungsgefahren. Eine Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Leistung und den Angaben auf dem Typenschild könnte zu einer Überhitzung und damit zu Brandgefahr führen. Erfreulicherweise hielten alle getesteten Geräte die Leistungsangaben ein, sodass hier Entwarnung gegeben werden kann.

Keine Stromschlaggefahr

Im VDE-Prüfinstitut wurde auch die Isolierung der Toaster genauestens untersucht, um Stromschlaggefahren auszuschließen. Alle Geräte bestanden eine Spannungsüberschlagsprüfung bei 1000 Volt und anschließend bei 3000 Volt ohne ein einziges Sicherheitsleck.

Keine Schadstoffe über Grenzwert

Chemiker fahndeten parallel in zehn verschiedenen Toastermaterialien nach Schadstoffen. Untersucht wurden unter anderem hormonaktive Weichmacher, krebserregende Schwermetalle, PAK und allergieauslösendes Chrom VI. Die gute Nachricht: Bei keinem der untersuchten Toaster wurden Grenzwertüberschreitungen bei diesen Schadstoffen festgestellt.

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Der Praxistest: Wie gleichmäßig röstet Ihr Toast?

Neben der Sicherheit ist die Röstqualität ein entscheidendes Kriterium. Unser Praxistest sollte zeigen, ob preisgünstige Geräte in puncto Bräunung mit Markenprodukten mithalten können. Alle sechs Toaster wurden zunächst auf die mittlere Röststufe eingestellt. Die Ergebnisse der ersten Runde waren aufgrund unterschiedlicher Leistungswerte erwartungsgemäß heterogen. Anschließend wurden die Röststufen individuell angepasst, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Bräunungskontrolle im Dauerbetrieb

Besonders wichtig ist eine gleichmäßige Röstung auch im Dauerbetrieb. Hier überzeugte der Silvercrest Toaster von Lidl mit einem konstant gleichmäßigen Röstergebnis, was auf seine effektive Bräunungskontrolle zurückzuführen ist. Auch die Toaster von Bosch und WMF lieferten nach mehreren Durchgängen recht gleichmäßige Toasts. Bei den günstigeren Modellen von Action und Kodi fiel das Ergebnis hingegen weniger homogen aus.

Auftaufunktion im Check

Vier der getesteten Geräte waren mit einer praktischen Defrost-Funktion ausgestattet. Diese soll gewährleisten, dass gefrorene Toastscheiben bei gleicher Röststufe genauso perfekt geröstet werden wie unaufgetautes Brot. Diese Funktion funktionierte besonders gut bei den Geräten von Lidl, Bosch und Rossmann.

Fazit: Prüfzeichen geben Sicherheit, Qualität hat ihren Preis

Die Spotprüfung der sechs Toaster zeigte keine gravierenden Sicherheitsmängel. Dies unterstreicht die Bedeutung und Zuverlässigkeit von Prüfzeichen wie dem GS- und VDE-Siegel. Hendrik Schäfer vom VDE-Prüfinstitut betont: “Das Thema ‘Prüfzeichen’ funktioniert über alle Preissegmente, vom günstigen Discountergerät bis hin zum Markenprodukt.” Es gibt daher keinen Grund, auf potenziell gefährliche Produkte aus dem nicht-europäischen Ausland zurückzugreifen. Wer Wert auf mehr Komfort und eine stets gleichmäßige Röstung legt, findet sein passendes Gerät im mittleren bis oberen Preissegment der Markengeräte. Investieren Sie in geprüfte Qualität und genießen Sie Ihr Frühstück sorgenfrei!

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