Feenküsse sind für mich der Inbegriff von Weihnachtszauber auf dem Plätzchenteller. Jedes Jahr, wenn der Duft von frischem Mürbeteig, zart schmelzendem Karamell und gerösteten Nüssen durch die Küche zieht, weiß ich: Die Adventszeit hat begonnen. Diese kleinen Köstlichkeiten mit einem weichen Toffifee-Kern, umhüllt von einer knusprigen Baiserhaube, sind mehr als nur Gebäck. Sie sind eine kleine Tradition, ein Moment des Glücks, der bei uns für die besonderen Tage aufbewahrt wird. Außen knackig, innen weich und mit einer süßen Überraschung im Kern – kein Wunder, dass sie immer als Erste vom Teller verschwinden. Sie sind, ähnlich wie andere leichte torten für anfänger, ein perfektes Projekt für die Weihnachtsbäckerei.
Wenn auch du diesen Zauber in deine Küche holen möchtest, ist dieses einfache Feenküsse Rezept genau das Richtige. Es ist herrlich unkompliziert, da Mürbeteig, Toffifee und Baiserhaube gleichzeitig gebacken werden. Kein Vorbacken, keine komplizierten Zwischenschritte. Einfach pure Vorfreude auf das himmlische Ergebnis.
Was macht diese Feenküsse so besonders?
Das Geheimnis liegt in der perfekten Kombination dreier Komponenten:
- Der Boden: Ein zarter Mürbeteig, der auf der Zunge zergeht und die perfekte buttrige Basis bildet.
- Das Herzstück: Ein ganzes Toffifee, das im Ofen leicht anschmilzt und für eine unwiderstehliche Karamell-Nougat-Überraschung sorgt.
- Die Krone: Eine luftig-leichte Baiserhaube, die beim Backen außen knusprig wird, während sie innen noch herrlich zart bleibt.
Zutaten für ca. 40 Feenküsse
Für den Mürbeteig:
- 250 g Weizenmehl (Type 405)
- 125 g kalte Butter, in kleinen Stücken
- 70 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Eigelb (Größe M)
- 1 Prise Salz
Für die Füllung und das Baiser:
- ca. 40 Toffifee
- 2 Eiweiß (Größe M)
- 100 g Puderzucker
- 1 Prise Salz
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Backen
- Mürbeteig vorbereiten: Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel mischen. Die kalten Butterstücke und das Eigelb dazugeben. Alles schnell mit den Händen oder den Knethaken des Handrührgeräts zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Backofen vorheizen und Bleche vorbereiten: Den Backofen auf 160 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
- Teig formen: Aus dem gekühlten Teig kleine Kugeln formen (jeweils ca. 10 g) und mit etwas Abstand auf die Backbleche setzen. Mit dem Ende eines Holzlöffels oder dem Finger eine kleine Mulde in jede Kugel drücken und ein Toffifee hineinsetzen.
- Baiser herstellen: Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Nach und nach den Puderzucker einrieseln lassen und weiterschlagen, bis eine feste, glänzende Baisermasse entsteht, bei der die Spitzen stehen bleiben.
- Feenküsse fertigstellen: Das Baiser in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und auf jedes Toffifee einen kleinen Tupfen spritzen, sodass es vollständig bedeckt ist.
- Backen: Die Feenküsse im vorgeheizten Ofen für ca. 15-20 Minuten backen, bis die Baiserhauben eine zartgoldene Farbe annehmen. Die Backzeit kann je nach Ofen variieren.
5 Gelingtipps für perfekte Feenküsse
Damit deine Feenküsschen garantiert gelingen und ihre Form behalten, habe ich ein paar bewährte Tipps für dich.
- Die richtige Butter: Wie eine gute Freundin neulich feststellen musste, ist Butter nicht gleich Butter. Eine teurere Markenbutter mit anderer Fettzusammensetzung ließ ihre Plätzchen zerlaufen. Mein Rat: Verwende für Mürbeteig eine einfache, ungesalzene Standardbutter. Sie sorgt für die perfekte Konsistenz.
- Eiskalter Teig: Verarbeite den Mürbeteig immer gut gekühlt. Wenn er beim Ausrollen zu weich wird, lege ihn einfach nochmal für 15 Minuten in den Kühlschrank. So behalten die Plätzchen im Ofen ihre Form.
- Der perfekte Eischnee: Das A und O für steifes Baiser ist eine absolut fettfreie Schüssel und saubere Rührbesen. Schon kleinste Spuren von Fett (auch Eigelb) können verhindern, dass der Eischnee fest wird.
- Geduld beim Abkühlen: Lasse die fertigen Feenküsse auf dem Backblech vollständig auskühlen, bevor du sie bewegst. Direkt aus dem Ofen sind sie noch sehr zerbrechlich.
- Kreativität ist erlaubt: Wer sich nach diesen einfachen Plätzchen an größere Projekte wagen möchte, findet bei uns auch Anleitungen, wie man eine hochzeitstorte selber backen kann.
Variationen und Aufbewahrung
Du kannst das Grundrezept wunderbar abwandeln. Gib zum Beispiel etwas Zimt oder gemahlene Haselnüsse in den Mürbeteig. Auch gehackte Pistazien oder bunte Zuckerstreusel auf der Baiserhaube sehen zauberhaft aus. Für festliche Anlässe, bei denen es etwas mehr sein darf, sind die Erfahrungen aus der Welt der Pfalzgraf Torten oft eine gute Inspiration für Dekorationen.
Zur Aufbewahrung legst du die vollständig ausgekühlten Feenküsse am besten in eine gut schließende Blechdose, getrennt durch Lagen von Backpapier. So bleiben sie an einem kühlen, trockenen Ort gelagert etwa 2-3 Wochen frisch und knusprig. Sie schmecken aber so gut, dass sie diese Zeit meistens ohnehin nicht überleben! Wer im Sommer Lust auf etwas Fruchtiges hat, findet vielleicht bei einer Pfirsich Sahne Torte Dr Oetker eine leckere Alternative.
Ich wünsche dir viel Freude beim Nachbacken dieser zauberhaften Feenküsse. Sie sind die perfekte kleine Sünde für die Adventszeit, ein liebevolles Mitbringsel oder einfach ein Grund, sich mit einer Tasse Tee eine gemütliche Auszeit zu gönnen. Genieße den Duft, den Geschmack und die kleinen Glücksmomente, die beim Backen entstehen.
