Tschechische Braukunst trifft deutsche Tradition: Primátor Weizenbier erobert die Welt

Deutschland ist weltweit für seine reiche Bierkultur und insbesondere für sein vielfältiges Weizenbier bekannt, das Kenner überall begeistert. Doch während der Gerstensaft nach Pilsner Art untrennbar mit Tschechien verbunden ist, zeigt sich nun, dass die böhmische Braukunst auch im Bereich der Weizenbiere glänzen kann – und das mit starkem Bezug zu Deutschland. Das Weizenbier Primátor aus der renommierten Brauerei in Náchod hat kürzlich beim World Beer Award in London triumphiert und damit bewiesen, dass gute Inspiration keine Grenzen kennt. Dieses außergewöhnliche Bier ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie deutsche Brautradition global inspiriert und gefeiert wird.

Ein Weltmeister aus Náchod: Primátor Weizenbier gewinnt Gold

Der World Beer Award in London gilt als einer der härtesten und angesehensten Bierwettbewerbe der Welt. Jährlich werden hier Hunderte von Bieren aus Dutzenden von Ländern verkostet und bewertet. In diesem Jahr kämpften nahezu 600 Biere von Brauereien aus mehr als 30 Nationen um die begehrten Auszeichnungen. Und inmitten dieser starken Konkurrenz wurde ein Bier aus Ostböhmen, das Primátor Weizenbier, zum „besten Bier der Welt“ gekürt. Diese Auszeichnung ist eine enorme Anerkennung für die Brauerei und unterstreicht die hohe Qualität ihrer Produkte.

Braumeister Miroslav Šmejda äußerte sich sichtlich stolz: „Das ist eine große Würdigung für uns, zumal es viele Brauereien gibt, die gutes Bier brauen. Das macht die Auszeichnung umso wertvoller.“ Besonders bemerkenswert ist, dass das Siegerbier kein typisch tschechisches Lagerbier ist, sondern ein Weizenbier – eine Biersorte, die traditionell stark mit der deutschen Braukultur verbunden ist.

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Bayerische Inspiration für böhmischen Genuss

Auf Nachfrage von Radio Prag betonte Braumeister Šmejda, dass zwar alle Rohstoffe zur Herstellung des preisgekrönten Weizenbieres aus Tschechien stammen. Der Schlüssel zur Einzigartigkeit liegt jedoch in der verwendeten Hefe: Es handelt sich um obergärige Hefe, die nicht für die traditionellen Pilsner Biere Böhmens zum Einsatz kommt. Die Kunst der Weizenbierproduktion hat ihre Wurzeln und ihre Hochburg bekanntlich in Bayern, und genau dort fanden Šmejda und sein Team die entscheidende Anregung für ihr Erfolgsprodukt.

Die Leidenschaft für echtes Weizenbier aus Deutschland war der treibende Funke: „Mit der Produktion des Weizens haben wir begonnen, weil uns das deutsche Weizenbier stets vorzüglich schmeckt. Wir sind jedes Jahr in Deutschland unterwegs, und bei dieser Gelegenheit verpassen wir es nicht, dieses Bier zu verkosten“, erklärte Šmejda. „Dabei kamen wir auf die Idee, ein solches Bier auch bei uns zu brauen, um für ein gutes Weizen nicht immer so weit fahren zu müssen.“ Diese Wertschätzung für die deutsche Braukunst und der Wunsch, diese Qualität auch in die Heimat zu bringen, führte zur Entwicklung des Primátor Weizenbiers.

Das Geheimnis des Erfolgs: Aroma und Geschmack

Es war daher naheliegend, das eigene Bier auch namentlich als „Weizenbier“ zu bezeichnen und nicht als „pšeničné pivo“, den tschechischen Ausdruck. Unter Bierkennern und -freunden stehe der Begriff „Weizenbier“ schließlich auch für das bestimmte Getränk und seine Qualität, so Šmejda. Doch was hat das Weizen aus Náchod, das die anderen Biere beim World Beer Award offensichtlich nicht hatten?

„Ganz sicher sind es das Duftaroma und der Geschmack, bei dem Banane und Nelke hervorstechen. Das ist der typische Geschmack für diese Sorte von Bier“, so Šmejda. Ein verführerischer Duft, ein phantastischer Geschmack und eine angenehme Fülle, sauber und erfrischend – das waren nur einige der Attribute, die die internationale Jury dem Weizen aus Náchod verlieh. Diese herausragenden Eigenschaften waren es, dank derer das Getränk aus Ostböhmen zum „World´s Best Beer 2013“ gekürt wurde und die tiefe Anerkennung für die handwerkliche Meisterleistung widerspiegeln, die oft mit traditionellem Weizenbier aus Deutschland assoziiert wird.

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Steigende Nachfrage und Zukunftsperspektiven

Nach diesem triumphalen Erfolg konnte sich die Primátor-Brauerei kaum vor Glückwünschen retten, die aus dem In- und Ausland kamen. Mit dem frisch gewonnenen Renommee steigt natürlich auch die Nachfrage nach diesem besonderen Weizenbier. Die Brauerei ist jedoch gut aufgestellt und versichert, der erhöhten Nachfrage gerecht werden zu können.

Braumeister Šmejda bekräftigte: „Die Kapazitäten für einen höheren Bierausstoß haben wir ohne Frage. Wir hoffen jetzt, dass sich nicht nur unser Export, sondern auch der Absatz auf dem Binnenmarkt erhöhen wird. Wir sind jedenfalls darauf vorbereitet.“ Das Primátor Weizenbier wird bereits seit zehn Jahren produziert und erfreut sich einer kontinuierlich zunehmenden Beliebtheit. Šmejda ist daher optimistisch, dass 2013 in jeder Hinsicht ein neues Rekordjahr für die Brauerei werden würde. Der Erfolg des Primátor Weizenbiers ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie eine tiefe Wertschätzung für Brautraditionen – insbesondere für das vielfältige Weizenbier aus Deutschland – zu internationalem Ruhm führen kann.

Entdecken Sie selbst die spannende Welt des Bieres, die von traditionellen Einflüssen bis hin zu internationalen Auszeichnungen reicht. Das Primátor Weizenbier zeigt eindrucksvoll, dass Qualität, inspiriert von den besten Brauereien Deutschlands, weltweit Anerkennung findet. Ein Besuch in Tschechien oder ein Blick in gut sortierte Getränkemärkte könnte sich lohnen, um dieses preisgekrönte Weizenbier selbst zu probieren und die Verbindung zur deutschen Braukultur zu schmecken.