COVID-19: Reinfektionen, Symptome und die Rolle der Impfung

Illustration der COVID-19-Reinfektion und Impfung

COVID-19, eine Erkrankung, die durch das Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht wird, bleibt ein zentrales Thema im Gesundheitswesen. Während Erstinfektionen bereits gut erforscht sind, werfen Reinfektionen immer wieder Fragen auf. Es wird beobachtet, dass die Symptome bei einer Reinfektion in der Regel milder verlaufen als bei der Erstinfektion. Dennoch ist für besonders gefährdete Personen, bei denen eine erneute Infektion das Risiko von Komplikationen oder gar eines Krankenhausaufenthalts erhöhen könnte, eine Auffrischimpfung (Booster) des SARS-CoV-2-Impfstoffs weiterhin empfehlenswert. Die Auseinandersetzung mit Viruserkrankungen und deren Prävention ist essenziell, ähnlich wie das Wissen über nützliche Hausmittel gegen Mückenstiche im Alltag helfen kann.

Häufige Symptome einer COVID-19-Infektion

Die Palette der COVID-19-Symptome kann sehr breit sein und je nach Virusvariante variieren. Oftmals sind die Anzeichen diskret, sodass selbst ein einfacher Schnupfen bereits auf eine Infektion hindeuten kann. Es ist wichtig, auf den eigenen Körper zu hören und bei auftretenden Beschwerden achtsam zu sein.

Zu den am häufigsten berichteten Symptomen gehören:

  • Akute Atemwegserkrankungen: Halsschmerzen, meist trockener Husten, Kurzatmigkeit und Brustschmerzen.
  • Fieber: Eine erhöhte Körpertemperatur ist ein klassisches Anzeichen für eine Infektion.
  • Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns: Ein plötzlicher und oft vollständiger Verlust dieser Sinne ist ein spezifisches COVID-19-Symptom.
  • Kopfschmerzen: Oftmals begleitend treten Kopfschmerzen auf.
  • Allgemeines Unwohlsein: Allgemeine Schwäche, Unwohlsein und Muskelschmerzen können die Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigen.
  • Schnupfen: Ein laufende oder verstopfte Nase kann ebenfalls ein Hinweis sein.
  • Magen-Darm-Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen sind ebenfalls möglich.
  • Hautausschläge: In einigen Fällen können auch Hautausschläge auftreten.
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Komplikationen wie eine Lungenentzündung sind ebenfalls denkbar und sollten nicht unterschätzt werden. Nehmen Sie bei beunruhigenden Krankheitssymptomen stets Kontakt mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt auf.

COVID-19-Impfempfehlungen im Herbst/Winter

Die Impfung gegen COVID-19 spielt eine entscheidende Rolle im Schutz der Bevölkerung. Für die Herbst-/Wintersaison wird die Impfung insbesondere allen gefährdeten Personen ab 16 Jahren empfohlen.

Wer gilt als gefährdet?

Als gefährdete Personen gelten:

  • Personen ab 65 Jahren.
  • Personen ab 16 Jahren mit bestimmten chronischen Krankheiten oder mit Trisomie 21.

Für schwangere Frauen wird die COVID-19-Impfung ebenfalls empfohlen. Sie schützt sowohl die werdende Mutter als auch das ungeborene Kind vor dem leicht erhöhten Risiko eines schweren COVID-19-Verlaufs und potenziellen Schwangerschaftskomplikationen. Weitere Informationen zu den Kategorien besonders gefährdeter Personen können in den offiziellen Dokumenten des BAG/EKIF gefunden werden.

Allen anderen Personen ohne Risikofaktoren wird in der Regel keine Impfung gegen COVID-19 empfohlen, da bei ihnen kaum ein Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf besteht. Abweichende Empfehlungen können für Personen mit schwerer Immundefizienz gelten.

Das Hauptziel der Impfung ist der direkte Schutz der geimpften Personen vor einem schweren Krankheitsverlauf, um Spitalaufenthalte und Todesfälle zu reduzieren oder zu verhindern. In der Schweiz sind die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna zugelassen. Eine kürzlich erfolgte Impfung gegen eine andere Krankheit stellt keine Kontraindikation für eine COVID-19-Impfung dar.

Funktionsweise und Wirksamkeit der Impfstoffe

Die zugelassenen Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna sind Boten-RNA-Impfstoffe (mRNA). Diese wirken, indem sie ein Fragment des genetischen Materials des Virus (Boten-RNA) direkt injizieren, das in Nanopartikel aus verschiedenen Lipiden (Liposomen) eingehüllt ist.

Die verfügbaren Daten zur Wirksamkeit zeigen, dass die COVID-19-Impfung mit den in der Schweiz empfohlenen Impfstoffen gut gegen schwere Verläufe schützt. Der Schutz vor leichten Infektionen mit Omikron-Untervarianten von SARS-CoV-2 ist jedoch nur sehr gering, und es wird kein signifikanter Schutz vor der Übertragung des Virus geboten.

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Eine Auffrischimpfung kann den Schutz vor Hospitalisierung kurzfristig je nach Omikron-Subvariante auf 50-70 % anheben, dieser fällt jedoch nach weniger als drei Monaten wieder auf etwa 40-55 % ab. Beispielsweise lag der Schutz vor Hospitalisierung nach einem Booster mit einem XBB-adaptierten COVID-19 mRNA-Impfstoff im Winter 2023/2024 in England bei 55 % und sank nach drei Monaten auf 40 %. Der initiale Schutz war gegenüber Infektionen mit XBB-Varianten höher (75 %) als gegenüber EG.5.1 oder JN.1 (initial 35-45 %). Die Wirksamkeit der Impfung bezüglich Hospitalisierung ist demnach bei Omikron höher, je besser die Omikron-Variante im Impfstoff mit jener der Infektion übereinstimmt. Der Schutz vor jeglicher Infektion und vor Übertragung ist weiterhin sehr gering.

Mögliche Nebenwirkungen der COVID-19-Impfstoffe

Nach einer COVID-19-Impfung können verschiedene Nebenwirkungen auftreten, die jedoch in den meisten Fällen mild sind und innerhalb weniger Tage abklingen. Nach Auffrischimpfungen werden in der Regel keine häufigeren oder schwerwiegenderen Reaktionen als nach der zweiten Dosis beobachtet.

Zu den häufigen Nebenwirkungen gehören:

  • Reaktionen an der Einstichstelle: Schmerzen, Rötungen und Schwellungen sind typisch.
  • Allgemeine Symptome: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie allgemeines Unwohlsein, Schüttelfrost, Fiebergefühl oder Fieber können auftreten.

Nach Auffrischimpfungen wurden auch Fälle von Nesselfieber gemeldet. Die Häufigkeit schwerer allergischer Reaktionen (Anaphylaxie) liegt bei etwa 1 pro 100.000 für den Impfstoff von Pfizer/BioNTech. Wenn Sie sich vor COVID-19 schützen möchten, aber in der Vergangenheit eine schwere allergische Reaktion hatten, ist es ratsam, mit Ihrem Arzt zu sprechen, um die Bedingungen für eine sichere Impfung zu klären. Manchmal erfordert die Gesundheit besondere Aufmerksamkeit, so wie es wichtig ist zu wissen, wann man nach einem Wespenstich einen Arzt aufsuchen sollte.

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Illustration der COVID-19-Reinfektion und ImpfungIllustration der COVID-19-Reinfektion und Impfung

Fazit und Handlungsempfehlungen

Die Informationen zu COVID-19, Reinfektionen und der Impfung sind dynamisch und entwickeln sich stetig weiter. Während die Symptome bei einer Reinfektion oft milder sind, bleibt die Impfung ein wichtiges Instrument, insbesondere für gefährdete Personen, um schwere Krankheitsverläufe und Komplikationen zu verhindern. Es ist unerlässlich, bei Symptomen oder Unsicherheiten stets medizinischen Rat einzuholen. Bleiben Sie informiert und schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen, indem Sie die aktuellen Empfehlungen Ihrer Gesundheitsbehörden befolgen.