VfB Stuttgart setzt Siegesserie fort: Souveräner Erfolg gegen Mainz 05 trotz Rotation

Der VfB Stuttgart hat am achten Bundesliga-Spieltag gegen den 1. FSV Mainz 05 einen hart erkämpften 2:1 (1:1)-Sieg gefeiert und seine beeindruckende Erfolgsserie auf fünf Siege in Folge ausgebaut. Beide Mannschaften traten nach ihren Europapokal-Einsätzen mit nahezu komplett neuen Aufstellungen an, was dem Spiel eine besondere Dynamik verlieh. Deniz Undav avancierte in der Schlussphase zum Matchwinner für die Schwaben, die damit ihre starke Form in der aktuellen Saison bestätigten. Wenn Sie mehr über aktuelle wm fussball heute erfahren möchten, bleiben Sie auf unserer Seite.

Hintergrund: Europapokal-Woche und umfassende Rotation

Die Ausgangslage für beide Teams war vor diesem Bundesliga-Duell unterschiedlich. Der VfB Stuttgart musste sich unter der Woche in der Europa League auswärts bei Fenerbahçe Istanbul knapp mit 0:1 geschlagen geben. Mainz 05 hingegen feierte in der Conference League einen 1:0-Sieg gegen Zrinjski Mostar und konnte somit das zweite Spiel in Folge in diesem Wettbewerb für sich entscheiden. Diese intensiven englischen Wochen veranlassten beide Trainer zu drastischen Personalentscheidungen.

Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß rotierte im Vergleich zur Partie in Istanbul auf sage und schreibe zehn Positionen; lediglich Torhüter Alexander Nübel stand erneut in der Startelf. Solch umfassende personelle Wechsel innerhalb einer Saison hatte es bei den Schwaben zuletzt im Jahr 2000 gegeben. Besonders bemerkenswert war das Bundesliga-Comeback von Dan-Axel Zagadou nach 13 Monaten Verletzungspause. Auch bei den Mainzern blieben nur vier Akteure aus der Europapokal-Startelf – Robin Zentner, Kaishu Sano, Dominik Kohr und Kapitän Silvan Widmer – übrig. Möchten Sie wissen, wo fussball im tv übertragen wird? Besuchen Sie unsere Sportübersicht.

Die erste Halbzeit: Chancen, Drama und Traumtor

Die Partie in der Stuttgarter Arena begann ohne langes Abtasten. Der VfB hatte die erste Offensivaktion, als Danny da Costa eine Flanke von Pascal Stenzel zur Ecke klärte (4.). Auf der anderen Seite verfehlte Jae-sung Lee nach einer Hereingabe von Benedict Hollerbach knapp das Tor (5.). Stuttgart dominierte den Ballbesitz und war um Spielkontrolle bemüht. Die erste große Chance für den VfB hatte Jamie Leweling, dessen Kopfball in Richtung linken Winkel Keeper Zentner mit einer Glanzparade über die Latte lenkte (13.).

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Mainz setzte hingegen auf schnelle Konter über sein Offensiv-Trio Hollerbach, Lee und Paul Nebel, konnte die Stuttgarter Defensive jedoch nicht entscheidend in Bedrängnis bringen. So bot sich dem VfB eine weitere Möglichkeit, als Chris Führichs Querpass über Umwege zu Deniz Undav gelangte. Der VfB-Angreifer scheiterte jedoch aus kurzer Distanz an einem reaktionsschnellen Zentner (19.).

Währenddessen wurde es im Stadion für einige Minuten still. Im Mainzer Gästeblock hatte es einen medizinischen Notfalleinsatz gegeben, wie die 05er später auf X mitteilten. Die Mainzer setzten auf dem Feld dennoch den nächsten Akzent: Eine Freistoß-Flanke von Nadiem Amiri köpfte da Costa haarscharf am langen Pfosten vorbei (23.), und Philipp Mwene drosch den Ball aus elf Metern weit über das Tor (27.).

Nach etwas mehr als einer halben Stunde tauchte der VfB erneut gefährlich im Strafraum auf. Stenzel kam am langen Pfosten an den Ball und brachte ihn scharf nach innen, doch Führichs anschließender Versuch wurde geblockt (34.). Der Druck der Gastgeber nahm nun zu, und Zagadou setzte seinen Kopfball nach einer Ecke etwas zu hoch an (37.). Bleiben Sie auf dem Laufenden, was fußball heute tv betrifft.

In der 39. Minute brandete im Stadion Applaus auf, als bekanntgegeben wurde, dass die behandelte Person aus dem Mainzer Block zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht wurde. Fast zeitgleich köpfte Zagadou seinem Mitspieler Chema den Ball aus kurzer Distanz an den ausgestreckten Arm. Schiedsrichter Felix Zwayer wurde vom VAR an die Seitenlinie geschickt, um die Situation zu überprüfen, und entschied auf Strafstoß für Mainz. Amiri verwandelte eiskalt zur Führung der Gäste (41.). VfB-Trainer Hoeneß äußerte seinen Unmut derart deutlich, dass er nachträglich die Gelbe Karte sah. Mainz zog sich nach der Führung zurück und überließ dem VfB noch mehr das Mittelfeld. Die nächste Möglichkeit hatte erneut Zagadou, dessen 20-Meter-Schuss Zentner prüfte (45.). Dann schlug die Stunde von Chris Führich. Der Linksaußen zog in die Mitte, fasste sich ein Herz und schlenzte den Ball unhaltbar ins lange Eck – ein wahrhaft tolles Tor (45.+4). Damit kassierten die Mainzer auch im 19. Ligaspiel in Folge mindestens ein Gegentor.

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Zweite Halbzeit: VfB drängt auf Entscheidung, Undav trifft

Der zweite Abschnitt begann, wie der erste geendet hatte: mit Druck des VfB. Gerade einmal 30 Sekunden waren gespielt, als Stenzel Zentner erneut zu einer Parade zwang, wobei der Mainzer Schlussmann den Ball über die Latte lenken konnte (46.). Der VfB agierte nun mit noch mehr Energie als vor der Pause, während Mainz vor allem auf Stabilität bedacht war. Dennoch ergab sich nach einem Vorstoß von da Costa eine Möglichkeit, doch Nübel packte beim Flachschuss des Verteidigers sicher zu (55.).

In der 60. Minute forderten die VfB-Fans nach einem Einsteigen von Stefan Bell gegen Undav einen Elfmeter, doch der Angreifer hatte zuvor im Abseits gestanden. Vier Minuten später kam Leweling im Strafraum zum Abschluss, doch Dominik Kohr konnte den Ball im letzten Moment blocken.

Es folgte die Phase der vielen Wechsel, da beide Trainer zahlreiche neue Kräfte auf das Feld schickten, um frischen Wind ins Spiel zu bringen. Gut zehn Minuten vor dem Ende ging der VfB dann in Führung – und das auf durchaus kuriose Weise. Keeper Nübel spielte einen langen Ball, den aufgrund von Abstimmungsproblemen kein 05er erreichte. So konnte Undav alleine auf Zentner zulaufen und den Schlussmann überlupfen. Es war der erste Saisontreffer des DFB-Angreifers und der entscheidende Treffer des Spiels (79.).

Die Schwaben zogen sich nach der Führung nicht zurück, sondern suchten weiterhin den Weg nach vorne, um die Entscheidung herbeizuführen. Mainz-Coach Bo Henriksen versuchte es ebenfalls noch einmal mit neuem Personal und brachte Nelson Weiper, den Siegtorschützen des Spiels gegen Mostar. Der ebenfalls eingewechselte Nikolas Veratschnig vergab per Kopf die Chance zum Ausgleich (90.+1). In der Nachspielzeit flogen Flanke um Flanke in den Stuttgarter Strafraum, doch das 2:2 gelang den Rheinhessen nicht mehr. Wenn Sie wissen möchten, wo heute fußball im tv gezeigt wird, besuchen Sie unsere Programmübersicht.

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Stimmen zum Spiel und Ausblick

Nach dem Abpfiff zeigten sich die Akteure erleichtert oder enttäuscht. Deniz Undav äußerte sich im Sportschau-Interview zufrieden: “Wir wollten Energie reinbringen und ich glaube, das haben wir gut umgesetzt – Respekt an alle. Es war auch schwer für einige Spieler, die zuletzt weniger gespielt haben, aber heute eine sehr gute Leistung gezeigt haben.”

Bei den Mainzern herrschte dagegen Enttäuschung. Philipp Mwene analysierte: “Das ist im Moment unser Hauptproblem: Dass wir zu einfache Tore fressen. Und dann wird es schwer, auch wenn wir heute eigentlich mit einer ordentlichen Leistung auf dem Platz gestanden haben. Es gibt solche Phasen. Ich habe hier schon einige davon erlebt, wo es nicht so gut funktioniert hat. Aber wir haben es immer wieder geschafft, da raus zu kommen.” Nadiem Amiri entschuldigte sich zudem per Instagram-Beitrag für seinen Torjubel vor der gegnerischen Fankurve angesichts des medizinischen Notfalls.

Durch diesen Sieg steht der VfB Stuttgart mit 18 Punkten auf Rang drei der Bundesliga-Tabelle und festigt seine Position in den internationalen Rängen. Die Mainzer bleiben mit vier Zählern auf dem Relegationsrang stecken und müssen dringend punkten, um den Abstiegskampf zu entgehen. Interessante Fakten zu bundesliga schiedsrichter finden Sie ebenfalls auf unserer Website.

Bereits am kommenden Mittwoch stehen sich der VfB und Mainz erneut gegenüber, diesmal in der zweiten Runde des DFB-Pokals, wo die 05er Heimrecht genießen werden. Anpfiff ist um 18 Uhr. In der Bundesliga sind die Schwaben am kommenden Samstag auswärts bei RB Leipzig gefordert (15:30 Uhr), während Mainz zeitgleich den SV Wer