VfB Stuttgart erkämpft sich Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach

Am 2. Spieltag der Bundesliga sicherte sich der VfB Stuttgart in einem hart umkämpften Spiel einen 1:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach. Chema Andrés erzielte in der 79. Minute per Kopf den späten Siegtreffer. Die Gastgeber hatten dabei auf Glück angewiesen, nachdem die Mannschaft von Gerardo Seoane eine beeindruckende Auswärtsleistung zeigte, die jedoch letztendlich unbelohnt blieb.

In der festlichen Atmosphäre der MHPArena, wo die Stuttgarter Fans eine spektakuläre Choreographie zum 100-jährigen Jubiläum ihres legendären Trikots mit dem roten Brustring entrollten, war die Heimmannschaft darauf erpicht, die ersten Punkte der neuen Bundesliga-Saison einzufahren. Nach Niederlagen im Franz Beckenbauer Supercup und am ersten Spieltag suchten die Männer von Sebastian Hoeneß gegen eine Gladbacher Mannschaft, die ihrerseits mit einer sieglosen Serie von acht Spielen zu kämpfen hatte, einen Befreiungsschlag.

Frühe Rückschläge und intensive erste Hälfte

Der VfB Stuttgart begann vielversprechend: Tiago Tomás legte in der ersten Minute für Jamie Leweling auf, dessen Schuss jedoch knapp am Tor vorbeiging. Doch der frühe Schwung erlitt in der 14. Minute einen herben Dämpfer, als Deniz Undav nach einem Zusammenprall mit Shuto Machino bei einem Eckball verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste.

Chris Führich ersetzte ihn, und Stuttgart blieb gefährlich, wobei Tomás kurz nach der Einwechslung Moritz Nicolas prüfte. Die Gäste fanden jedoch im Laufe der ersten Hälfte immer besser ins Spiel. Lukas Ullrich verpasste aus vielversprechender Position im Strafraum das Ziel, und Philipp Sanders Kopfball in der 25. Minute erforderte eine glänzende Parade von Alexander Nübel.

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Gladbach drückt, aber Nübel hält stand

Die zweite Halbzeit begann mit einer druckvollen Borussia Mönchengladbach. Ihre beste Chance bot sich kurz vor der Stundenmarke, als ein cleverer Hackentrick von Rocco Reitz Kevin Stöger freispielte. Der österreichische Mittelfeldspieler jagte seinen Schuss aus kurzer Distanz jedoch über die Latte – eine ärgerliche Fehlchance angesichts der geringen Anzahl klarer Möglichkeiten im Spiel.

Die Gäste blieben mit Franck Honorat, der auf dem Flügel besonders agil war, gefährlich, während Nübel in der 60. Minute hellwach Robin Hacks Versuch parierte. Obwohl die Fohlen die besseren Chancen kreierten, gelang ihnen der Durchbruch nicht, da Stuttgarts Abwehr, beeindruckend von Nübel organisiert, standhaft blieb.

Joker Andrés sichert den Sieg

Als das Spiel auf ein Unentschieden zuzulaufen schien, erwies sich Hoeneß’ Entscheidung, Chema Andrés in der 64. Minute einzuwechseln, als genialer Schachzug. Der 20-jährige Spanier leistete fünfzehn Minuten später den entscheidenden Beitrag, als er Lewelings präzise Flanke mit einem präzisen Kopfball in die untere Ecke verwandelte.

Trotz einer Vierfach-Auswechslung in der 84. Minute und eines engagierten Drängens auf den Ausgleich gelang es Gladbach in der Schlussphase nicht, Stuttgarts entschlossene Abwehr zu überwinden, und so mussten sie in der MHPArena eine knappe Niederlage hinnehmen.

Spieler des Spiels: Alexander Nübel

Während Andrés mit seinem Siegtreffer die Schlagzeilen für sich beanspruchte, war es Alexander Nübel, der Stuttgart über die gesamten 90 Minuten im Spiel hielt. Der Torhüter zeigte sechs entscheidende Paraden, um Gladbach den Führungstreffer zu verwehren, und war auch am Ball gleichermaßen beeindruckend, indem er seiner Mannschaft mehrfach half, sich aus Pressingsituationen zu befreien. Seine Ruhe und Übersicht waren heute entscheidend für den Erfolg des VfB.

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Fazit

Der VfB Stuttgart konnte sich am 2. Bundesliga-Spieltag mit einem späten Kopfballtor von Chema Andrés die ersten drei Punkte der Saison sichern. Trotz einer starken Leistung und besserer Torchancen für Borussia Mönchengladbach war es die Standhaftigkeit in der Defensive und die herausragenden Paraden von Alexander Nübel, die den Unterschied machten. Der Heimsieg in der MHPArena gibt dem VfB wichtigen Rückenwind für die kommenden Aufgaben in der Liga und zeigt die Entschlossenheit der Mannschaft, auch unter Druck zu punkten.