Der Weg zur energieintelligenten Waschmaschine: Mieles Pionierarbeit für nachhaltiges Waschen

Seit den 1950er Jahren revolutioniert Miele den Haushalt mit seinen Waschvollautomaten. Doch das Unternehmen ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus. Vielmehr hat Miele seit den 1970er Jahren konsequent daran gearbeitet, die Umweltauswirkungen seiner Geräte zu minimieren und gleichzeitig die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen. Von der Einführung computergesteuerter Systeme bis hin zu intelligenten Energiekonzepten – Miele ebnet den Weg für energieeffizientes Waschen und beweist damit Innovationskraft im Einklang mit Umweltverantwortung. Diese Entwicklung spiegelt ein tiefgreifendes Engagement für Nachhaltigkeit wider, das in der gesamten Branche Maßstäbe setzt.

Von den Anfängen zur Umweltverantwortung

Schon seit seiner Gründung setzte Miele auf langlebige Produkte aus hochwertigen Materialien, was von vornherein zur Ressourcenschonung beitrug. Als der Umweltschutz in den 1970er Jahren zunehmend an gesellschaftlicher Bedeutung gewann und die Wirtschaft beeinflusste, war Miele darauf vorbereitet. Das Unternehmen stellte seine Prinzipien einer umweltverträglichen Firmenpolitik vor und investierte vier Millionen Mark am Standort Gütersloh in Maßnahmen wie Staubfilter zur Luftreinigung und die Vorreinigung industrieller Abwässer zur Entlastung der städtischen Kläranlage. Ähnliche umweltfreundliche Technologien wurden auch am Standort Bielefeld eingeführt.

Neben dem standortbezogenen Umweltschutz suchte Miele nach Wegen, die Umweltauswirkungen seiner Produkte zu reduzieren, insbesondere den Verbrauch von Wasser, Energie und Reinigungsmitteln. Dies war ein entscheidender Schritt, da Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen einen erheblichen Teil des Energieverbrauchs während ihrer Nutzungsdauer ausmachen.

Revolution durch Computersteuerung und Sensorik

Der Schlüssel zur ressourcenschonenden Optimierung lag im technischen Fortschritt. Bereits Ende der 1960er Jahre erkannte Miele, dass die elektrische Steuerung von Produkten wie Waschmaschinen den zukünftigen Qualitätsvorsprung sichern würde. Zur Entwicklung dieser Technologie wurde eine eigene Elektronikabteilung in Gütersloh gegründet. Knapp zehn Jahre später präsentierte Miele die weltweit erste Generation computergesteuerter Waschmaschinen, Wäschetrockner und Geschirrspülmaschinen mit Sensorelektronik aus der Serienfertigung. Ein zentrales Element dieser neuen Elektronik war ein winziger Chip, der ein komplettes Computer-Steuer- und Rechenwerk enthielt.

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Während in früheren Jahrzehnten der Wasser- und Waschmittelverbrauch von Waschmaschinen bereits um mehr als die Hälfte und der Stromverbrauch um 40 Prozent reduziert werden konnte, senkte die neue Technik die Verbrauchswerte weiter. Die Bedienung der neuen Geräte war zudem einfacher als je zuvor. Eine Leuchtziffernanzeige erleichterte die Programmwahl, und Sensortasten ermöglichten die Auswahl von 16 Programmen je nach Wäscheart. Der Mikrocomputer überwachte die gewählte Temperatur und die Umdrehungszahl der Waschtrommel präziser als herkömmliche Thermostate.

Steigender Automatisierungsgrad und Bedienkomfort

In den 1980er und 1990er Jahren verbesserte Miele kontinuierlich die Leistung und Konstruktion seiner computergesteuerten Waschmaschinen. Das Ziel war, den Automatisierungsgrad zu steigern, um die Umweltauswirkungen in der Nutzungsphase weiter zu senken und die Produkte noch benutzerfreundlicher zu gestalten. Auch der Wartungsprozess wurde vereinfacht. Anfang der 1990er Jahre gelang Miele ein weiterer Durchbruch mit der Novotronic-Steuerung, die auf SMD-Technik basierte. Diese bot nahezu unbegrenzte Verknüpfungsmöglichkeiten zwischen Programm, Drehzahl und Temperatur.

Miele fertigte die Elektronikmodule wie die SMD-Technik weiterhin im eigenen Haus. Dies gewährleistete nicht nur eine hohe Qualität, sondern ermöglichte auch eine schnelle Integration in die Gerätefertigung. Die Ingenieure, die die Steuerungen entwickelten, arbeiteten eng zusammen, um auftretende Probleme gemeinsam zu lösen, wodurch die Elektronik-Werkstätten zu einem Pool neuer Ideen wurden.

Leistungsmerkmale ausgewählter Miele Waschmaschinen (1980er/1990er Jahre)

  • Miele Waschautomat W 760:
    • Elektronische Unwuchtüberwachung für erhöhte Lebensdauer.
    • Frontseite mit Scharnieren zur einfachen Öffnung für Kundendiensttechniker.
    • Kapazität von 5 kg Trockenwäsche bei gleichem Verbrauch wie 4,5 kg.
    • Waschzeitgarantie und Programme für halbe Wäschemengen zur weiteren Verbrauchsreduktion.
    • Neuartiges Wassersystem mit Kugelverschluss zur Einsparung von Waschmittel.
  • Waschmaschinen mit Novotronic-Steuerung (SMD-Technik):
    • Vollelektronische Steuerung.
    • Weltrekord: Trommeldrehzahl von 1.600 Umdrehungen pro Minute, was Trockenzeit und Energieverbrauch beim Trocknen weiter senkte.
    • Sanftanlauf und elektronische Unwuchtüberwachung für Wäscheschonung, ruhigen Lauf und sicheren Stand.
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Die Geräte verfügten über optische Schnittstellen, über die Kundendiensttechniker einen PC zur Fehlerdiagnose anschließen konnten. Bereits frühzeitig wurden Schnittstellen für die Integration in Hausinformationssysteme eingeplant. Ab 1996 erhielten Miele Waschmaschinen, Trockner und Geschirrspüler eine Update-Funktion für die Programme.

Nachhaltigkeit als Leitprinzip

Der Umweltbericht von Miele aus dem Jahr 2000 zeigte den Erfolg bei der Verbesserung der Umweltbilanz: Innerhalb von 20 Jahren war der Strom- und Wasserverbrauch der Waschmaschinen um 70 Prozent reduziert worden. Durch die elektronischen Steuerungen wurden Wasch-, Spül- und Schleuderprozesse optimiert, was zu geringeren Umweltauswirkungen bei gleichzeitiger Steigerung von Waschleistung und Spül- und Schleuderwirkung führte.

Im Jahr 2001, anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Miele-Waschmaschine, präsentierte das Unternehmen die patentierte Schontrommel mit Wabenstruktur in der Softtronic W 487 WPS. Diese Innovation, die Textilschäden nach dem Schleudern der Vergangenheit angehören ließ, erreichte 1.800 Umdrehungen pro Minute und verbrauchte nur noch 45 Liter Wasser.

In den 2000er Jahren gewann das Thema Nachhaltigkeit in der Hausgerätebranche weiter an Bedeutung. Angesichts des Klimawandels konzentrierten sich Hersteller verstärkt auf Energiesparen und Ressourceneffizienz. Miele, bereits als Produzent umweltschonender Geräte etabliert, passte sich dieser Entwicklung an und sicherte seinen Kunden weiterhin energiesparende und ressourcenschonend produzierte Geräte zu.

Energieintelligente Waschmaschinen für die Zukunft

Die Geschichte der Miele-Waschmaschinen zeigt, dass es dem Unternehmen nicht um einzelne Öko-Modelle ging, sondern um innovative Weiterentwicklungen mit sparsamen Verbrauchswerten und höchster Energieeffizienz über alle Produktgruppen hinweg. Aktuell ermöglichen Eco-Funktionen den Verbrauchern, den Verbrauch aktiv zu beeinflussen.

Interessante Fakten

  • Miele war 2011 der erste europäische Hersteller mit Waschmaschinen der höchsten Energieeffizienzklasse A+++.
  • Seit dem Jahr 2000 konnte Miele den Verbrauch seiner Waschmaschinen um weitere 40 Prozent senken.
  • Als einziger Hersteller der Branche testet Miele seine Produkte auf eine Lebensdauer von 20 Jahren, ein Beweis für die Qualität.
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Dazu gehören Eco-Feedback-Funktionen, die den aktuellen Energie- und Wasserverbrauch anzeigen, sowie die 2010 vorgestellte AutoDos-Funktion, die Flüssig- und Pulwaschmittel automatisch dosiert und den Verbrauch um rund 30 Prozent reduziert.

Um die Verbrauchswerte und Kosten weiter zu senken, hat Miele als erster Hersteller weltweit Smart-Grid-fähige Hausgeräte ins Programm aufgenommen. Diese “energieintelligenten” Geräte entscheiden selbst, wann sie ihren Dienst am sinnvollsten beginnen, bevorzugt dann, wenn regenerative Energie im Stromnetz verfügbar ist. Zudem können sie über einen Energiemanager mit selbst erzeugtem Solarstrom kombiniert werden, was die Eigenstromnutzung erhöht.

Miele hat mit seiner kontinuierlichen Innovation im Bereich der energieintelligenten Waschmaschinen nicht nur die Bedürfnisse der Verbraucher erfüllt, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zur Energiewende geleistet und neue Maßstäbe in der Branche gesetzt.