Museen sind weit mehr als nur Aufbewahrungsorte für historische Artefakte oder Kunstwerke; sie sind lebendige Bildungseinrichtungen, die faszinierende Einblicke in unsere Welt und Vergangenheit ermöglichen. Doch wie können wir diese “Schatzkammern” für Kinder und Jugendliche optimal zugänglich machen? Die Antwort liegt in qualifizierter Museumspädagogik. In München bietet die Zusatzqualifikation Museumspädagogik eine einzigartige Gelegenheit für Lehr- und Erziehungskräfte, genau diese Brücke zwischen formaler Bildung und außerschulischem Lernen zu schlagen. Werden Sie zu Multiplikator*innen kultureller Bildung und eröffnen Sie jungen Menschen einen neuen Zugang zu den reichen Angeboten der Münchner Museen.
Warum Museumspädagogik heute wichtiger ist denn je
In einer zunehmend komplexen Welt ist kulturelle Bildung ein essenzieller Baustein für die persönliche Entwicklung und die gesellschaftliche Teilhabe. Museen bieten hierfür ideale, oft unterschätzte Lernräume. Sie regen zum Nachdenken an, fördern Kreativität, vermitteln historisches und künstlerisches Verständnis und schärfen den Blick für Diversität und Zusammenhänge. Doch um dieses Potenzial voll auszuschöpfen, bedarf es kompetenter Begleitung. Geschulte Museumspädagog*innen verstehen es, komplexe Inhalte altersgerecht aufzubereiten, Interaktion zu fördern und authentische Lernerfahrungen zu schaffen, die weit über den klassischen Unterricht hinausgehen. Die Nachfrage nach Fachkräften, die den externen Lernort Museum professionell in den Bildungsalltag integrieren können, wächst stetig.
Ihr Weg zur Expertin/zum Experten: Die Zusatzqualifikation im Detail
Diese umfassende Weiterbildung richtet sich explizit an engagierte Lehr- und Erziehungskräfte, die ihre Kompetenzen im Bereich der kulturellen Bildung erweitern möchten. Über einen Zeitraum von 20 Monaten werden Sie intensiv in Theorie und Praxis der Museumspädagogik geschult und kontinuierlich von erfahrenen Mitarbeitenden des Pädagogischen Instituts – Zentrum für Kommunales Bildungsmanagement (PI-ZKB) und des Museumspädagogischen Zentrums (MPZ) begleitet.
Ein umfassender Überblick über den Ablauf
Der Weg zur Zusatzqualifikation Museumspädagogik ist strukturiert und praxisorientiert, beginnend mit einem obligatorischen Informationsabend.
- Digitaler Informationsabend: Dieser Abend ist die obligatorische Voraussetzung für die Aufnahme in die Staffel. Hier erhalten Sie alle wichtigen Informationen zum Programm, den Inhalten und den Erwartungen. Eine direkte Anmeldung zur Zusatzqualifikation ohne vorherige Teilnahme am Infoabend ist nicht möglich.
Erster Abschnitt: Fundamente legen
Der erste Abschnitt bildet die theoretische und praktische Grundlage Ihrer Weiterbildung:
- Digitale Einführung: Ein initialer digitaler Block führt Sie in die Kernkonzepte der Museumspädagogik ein und bereitet Sie auf die kommenden Präsenztermine vor.
- Vier gemeinsame, ganztägige Museumstage: Erleben Sie die Vielfalt der Münchner Museumslandschaft aus pädagogischer Perspektive. Diese Tage bieten Ihnen tiefgehende Einblicke in unterschiedliche Museumstypen, Methoden und ermöglichen den direkten Austausch mit Fachleuten und Kolleg*innen. Hier werden Sie exemplarisch erfahren, wie Vermittlungsangebote konzipiert und umgesetzt werden können.
- Fünf individuelle Fortbildungsveranstaltungen: Aus einem umfangreichen Programm können Sie fünf Fortbildungen nach Ihren Interessen und Bedürfnissen frei auswählen. Dies ermöglicht eine flexible Vertiefung in spezifische Themenbereiche wie zum Beispiel Kunstvermittlung, digitale Medien im Museum oder historisches Lernen.
Zweiter Abschnitt: Projektentwicklung und Vertiefung
Im zweiten Abschnitt liegt der Fokus auf der Anwendung und der Vorbereitung Ihres eigenen Projektes:
- Weitere fünf Fortbildungsveranstaltungen: Wählen Sie fünf zusätzliche Fortbildungen, um Ihr Wissen weiter auszubauen und sich auf Ihr bevorstehendes Museumsprojekt vorzubereiten. Hier können Sie spezielle Fertigkeiten trainieren, die für die Konzeption und Durchführung eines eigenen Projektes unerlässlich sind.
- Vorbereitung des eigenen Museumsprojektes: Unter Anleitung beginnen Sie mit der Entwicklung eines eigenen museumspädagogischen Projektes, das auf die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe zugeschnitten ist und in einem Münchner Museum durchgeführt werden soll.
Der krönende Abschluss: Ihr eigenes Museumsprojekt
Der Höhepunkt der Zusatzqualifikation Museumspädagogik ist die Realisierung Ihres eigenen Projekts:
- Zwei Hospitationen mit Ihrer Gruppe im Museum (jeweils 90 min): Sammeln Sie praktische Erfahrungen, indem Sie Ihr Projekt mit einer eigenen Gruppe (Schulklasse, Kindergruppe etc.) im Museum erproben und wertvolles Feedback erhalten.
- Konzeption, Durchführung und Dokumentation eines eigenen Museumsprojektes: Zeigen Sie Ihr erworbenes Wissen und Ihre Fähigkeiten, indem Sie ein vollständiges museumspädagogisches Projekt planen, umsetzen und detailliert dokumentieren.
Sobald Sie sich fachlich für ein bestimmtes Museum für Ihr Projekt entschieden haben, werden Sie von erfahrenen Mentor*innen des MPZ individuell betreut und unterstützt. Diese persönliche Begleitung ist ein entscheidender Qualitätsfaktor und gewährleistet eine optimale Lernerfahrung.
Kooperation für Exzellenz: PI-ZKB und MPZ
Diese hochwertige Zusatzqualifikation Museumspädagogik ist das Ergebnis einer engen und erfolgreichen Kooperation zwischen zwei renommierten Institutionen: dem Pädagogischen Institut – Zentrum für Kommunales Bildungsmanagement (PI-ZKB) und dem Museumspädagogischen Zentrum (MPZ). Das PI-ZKB bringt Expertise im Bereich Bildungsmanagement und Fortbildung von Lehrkräften ein, während das MPZ jahrzehntelange Erfahrung und tiefgreifendes Fachwissen in der Museumspädagogik und kulturellen Bildung beisteuert. Diese Synergie garantiert ein Programm, das sowohl pädagogisch fundiert als auch praxisrelevant und auf dem neuesten Stand der Forschung ist. Die beteiligten Institutionen stehen für höchste Standards in der Aus- und Weiterbildung.
Kosten und Anmeldung: Eine Investition in die Zukunft
Die Teilnahme an der Zusatzqualifikation Museumspädagogik ist für Lehrkräfte und pädagogisches Fachpersonal kostenfrei, sofern diese an städtischen oder staatlichen Einrichtungen innerhalb des Münchner Stadtgebietes tätig sind. Dies unterstreicht die Wertschätzung und das Engagement der Stadt München für die kulturelle Bildung. Für Interessierte von Einrichtungen in anderen Trägerschaften oder außerhalb von München fällt eine moderate Gebühr von 320,- Euro an. Diese Investition ermöglicht den Zugang zu einem einzigartigen Fortbildungsangebot, das sich langfristig auszahlt.
Die Anmeldung zum digitalen Informationsabend erfolgt ausschließlich über das Pädagogische Institut – Zentrum für Kommunales Bildungsmanagement: pizkb.kult.rbs@muenchen.de
Für weitere Fragen stehen Ihnen auch die Ansprechpartner*innen des Museumspädagogischen Zentrums (MPZ) gerne zur Verfügung:
Susanne Theil: theil@mpz-bayern.de
Dr. Anna Valeska Strugalla: strugalla@mpz-bayern.de
Nutzen Sie diese herausragende Gelegenheit, Ihre pädagogischen Fähigkeiten zu erweitern und einen wertvollen Beitrag zur kulturellen Bildung der nächsten Generation zu leisten. Werden Sie zur treibenden Kraft, die Kinder und Jugendliche für die faszinierende Welt der Museen begeistert!
