Deutsche Tischtennis-Stars bei der WM 2025 in Doha: Ein Zwischenstand

Die Individual-Weltmeisterschaften 2025 in Doha gehen in die heiße Phase, und die deutschen Tischtennis-Asse liefern sich spannende Duelle auf höchstem Niveau. Am dritten Turniertag standen die zweiten Runden der Einzel- und Doppelwettbewerbe auf dem Programm, die für das deutsche Team eine Mischung aus triumphalen Siegen und knappen, bitteren Niederlagen bereithielten. Während einige Athleten souverän die nächste Runde erreichten, mussten andere ihre Hoffnungen bereits begraben.

Erfolge im Doppel: Stärke und Konzentration

Besonders überzeugend präsentierten sich die deutschen Doppelpaarungen. Im Herren-Doppel zeigten Benedikt Duda und Dang Qiu eine beeindruckende Leistung gegen Manav Thakkar und Manush Shah (IND). Nach einem konzentrierten Spiel gewannen sie 3:1. Jörg Roßkopf lobte die souveräne Vorstellung, insbesondere nach Dang Qius frühem Einzel-Aus, und blickte bereits auf das bevorstehende Duell mit den schwedischen Doppelweltmeistern voraus. Duda hob die solide Leistung gegen ein Top-10-Doppel hervor.

Auch die Damen-Doppel feierten wichtige Erfolge. Annett Kaufmann und Xiaona Shan dominierten ihr Match gegen Ayhika Mukherjee und Sutirtha Mukherjee (IND) mit einem klaren 3:0. Shan Xiaona betonte ihren starken Fokus und die gute taktische Umsetzung. Annett Kaufmann hob Shan Xiaonas “sensationelles Spiel” hervor und lobte die präzisen Platzierungen, die sie “on point” trafen.

Für das Highlight sorgten Sabine Winter und Yuan Wan, die in einem nervenaufreibenden Match die chinesische Paarung Chen Xingtong und Qian Tianyi mit 3:2 (-5,8,-9,6,9) bezwangen. Sabine Winter beschrieb die Partie als Revanche für eine knappe Niederlage in Tunesien und betonte die mentale Stärke des Duos. Ihr unorthodoxes Spiel mit Yuans druckvollen Angriffen und Winters Anti-Spiel sorgte für Verunsicherung beim Gegner. Yuan Wan bestätigte, dass das frühere Match gegen die Japanerinnen viel Selbstvertrauen gegeben habe und die Harmonie im Team von Spiel zu Spiel wachse. Dieser Sieg unterstreicht das Potenzial der deutschen Damen im Kampf um die Medaillen.

Weiterlesen >>  Greuther Fürth vs. HSV: Showdown in der 2. Bundesliga – Analyse

Einzel-Duelle: Von souveränen Siegen bis zu bitteren Niederlagen

Herren-Einzel

Im Herren-Einzel zeigte Patrick Franziska eine starke Vorstellung gegen Samuel Kulczycki (POL), den er souverän mit 4:0 (6,10,8,7) bezwang. Franziska, der sich nach engen Doppelpartien zunächst “angeknackst” fühlte, sprach von einem seiner besseren Spiele des Jahres und blickte optimistisch auf die nächste Runde, wo nur noch “Raketen” warten. Er äußerte auch Mitgefühl für seine Teamkollegen Dimitrij Ovtcharov, der verletzungsbedingt passen musste, und Dang Qiu.

Benedikt Duda zog ebenfalls überzeugend in die nächste Runde ein. Er besiegte Noshad Alamiyan (IRN) klar mit 4:0 (7,6,6,3). Duda war sehr zufrieden mit seiner Vorbereitung und der taktischen Umsetzung. Er wusste genau, was zu tun war, und lobte die Unterstützung durch Videoanalysen.

Für Dang Qiu endete der Traum im Einzel hingegen frühzeitig. Er unterlag Tom Jarvis (ENG) nach hartem Kampf mit 3:4 (-9,-9,-8,9,1,6,-8). Qiu gab zu, zu nervös gewesen zu sein und nicht in sein Spiel gefunden zu haben. Der Engländer habe ihn mit seinen Aufschlägen unangenehm angespielt und selbst druckvoll agiert. Qiu bezeichnete die Niederlage als verdient und muss sie nun “erst einmal verkraften”, bevor er sich wieder auf das Doppel konzentrieren kann.

Ricardo Walther verpasste ebenfalls knapp den Einzug in die dritte Runde. Er verlor gegen Adrien Rassenfosse (BEL) in einem engen Sieben-Satz-Krimi mit 3:4 (-4,11,8,-9,-6,10,-9). Walther sprach von verschlafenen Momenten und einem Knackpunkt im vierten Satz, nachdem er 2:1 geführt hatte. Trotz eines guten Kampfes im entscheidenden Satz fehlte am Ende das nötige Glück.

Besonders bitter war das Aus für Dimitrij Ovtcharov, der aufgrund einer Nackenverletzung nicht antreten konnte.

Weiterlesen >>  DFB vor Umbruch: Sammer lehnt Sportdirektor-Posten ab, Flicks Zukunft ungewiss

Damen-Einzel

Bei den Damen glänzte Ying Han mit einem souveränen 4:0 (10,10,8,8)-Sieg gegen Hana Arapovic (CRO). Han äußerte sich zufrieden, insbesondere mental, und erklärte, dass sie ihr Gefühl für das Spiel langsam zurückgewinne. Sie blickt nun dem Duell mit Wang Manyu entgegen, bei dem sie “nichts zu verlieren” hat.

Sabine Winter setzte sich ebenfalls klar mit 4:0 (2,8,2,4) gegen Hanitra Raharimanana (MDG) durch. Sie war froh, ihre gute Auslosung genutzt zu haben, und zeigte eine sehr solide Leistung. Winter freut sich auf das nächste Spiel, in dem sie als “absoluter Underdog” antreten und “mit Spaß und Freude” ins Spiel starten wird. Für weitere Sport-Highlights können Sie sich über die aktuelle Spielpläne informieren.

Die Matches von Annett Kaufmann gegen Chen Xingtong (CHN) und Yuan Wan gegen Miwa Harimoto (JPN) stehen am Dienstag, dem 20. Mai, noch aus.

Gemischte Doppel: Frühes Aus für DTTB-Paarungen

Im gemischten Doppel mussten die deutschen Hoffnungen bereits in der ersten Runde einen Dämpfer hinnehmen. Benedikt Duda und Yuan Wan unterlagen Alvaro Robles und Maria Xiao (ESP) mit 1:3. Auch Patrick Franziska und Annett Kaufmann scheiterten mit einem 1:3 gegen Simon Gauzy und Prithika Pavade (FRA). Dies bedeutet für beide deutsche Mixed-Paarungen das frühe Aus bei der Tischtennis-WM 2025.

Das Team hinter dem Erfolg: DTTB-Aufgebot

Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) ist mit einem starken Aufgebot in Doha vertreten, das die Ambitionen des deutschen Tischtennissports unterstreicht. Das Herrenteam besteht aus Dang Qiu, Benedikt Duda, Patrick Franziska, Dimitrij Ovtcharov und Ricardo Walther. Bei den Damen sind Sabine Winter, Ying Han, Xiaona Shan, Yuan Wan und Annett Kaufmann am Start. Ergänzt wird das Team durch erfahrene Doppelpaarungen. Hinter den Athleten steht ein engagiertes Team aus sportlicher Leitung, Trainerteam, medizinischer Abteilung und Organisatoren, die gemeinsam auf den Erfolg hinarbeiten. Verpassen Sie keine weiteren Sportübertragungen im TV und bleiben Sie auf dem Laufenden.

Weiterlesen >>  Spaniens Frauenfußball: Von Aufstieg, Stars und Titeltraum

Ausblick: Kampf um die Medaillen geht weiter

Die Individual-Weltmeisterschaften 2025 in Doha haben bereits gezeigt, dass die deutschen Tischtennis-Stars hart um jeden Punkt kämpfen. Während es im Einzel Enttäuschungen gab, demonstrierten die Doppelpaarungen beeindruckende Stärke und Kampfgeist. Die kommenden Tage versprechen weitere packende Begegnungen, in denen die verbleibenden deutschen Athleten alles geben werden, um die Fahne hochzuhalten und im Medaillenrennen zu bleiben. Bleiben Sie dran und verfolgen Sie die weiteren spannenden Duelle in Doha!