Die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar verspricht, trotz der Kontroversen um Menschenrechtsverletzungen und die Austragungsbedingungen, ein spannendes Turnier zu werden. Mit 32 Mannschaften, aufgeteilt in acht Gruppen, und Brasilien als einem der Top-Favoriten, scheint auf den ersten Blick alles beim Alten zu sein. Doch diese WM bringt einige bedeutende Neuerungen mit sich, die sie von früheren Turnieren abheben.
WM 2022: Ein Turnier der Superlative und Kontroversen
Die WM in Katar ist nicht nur wegen der Kritik an den Menschenrechtsverletzungen beim Stadionbau die wohl umstrittenste Fußball-WM aller Zeiten. Die Rahmenbedingungen im arabischen Austragungsland sorgen für einschneidende Änderungen im gewohnten WM-Rhythmus.
Winter-WM und kompaktes Format
Erstmals in der Geschichte findet eine Fußball-WM aufgrund der extremen Hitze im Austragungsland im Winter statt. Dies bedeutet, dass das Turnier mit vier Adventskerzen auf dem heimischen Kranz ausklingt. Zudem ist die WM 2022 mit nur 28 Tagen Dauer die kürzeste Endrunde seit 1978, was ein hohes Tempo und viele Spiele in kurzer Zeit erwarten lässt.
WM-Spielplan 2022 zum Download
Um den Überblick über alle Spiele, Gruppen, Spielorte und Anstoßzeiten nach deutscher Zeit zu behalten, empfiehlt sich der WM-Spielplan 2022 zum Ausdrucken. Dieser ist wahlweise einseitig im A3-Format oder zweiseitig im A4-Format verfügbar, welches sich durch Zusammenkleben der Seiten gut eignet.
Die wichtigsten Termine der WM 2022
Das Eröffnungsspiel der diesjährigen Fußballweltmeisterschaft findet am 20. November 2022 im Al-Bayt-Stadion in Al-Chaur statt. Die offizielle Eröffnungsfeier und das anschließende Spiel zwischen Gastgeber Katar und Ecuador werden um 17 Uhr deutscher Zeit live im ZDF übertragen.
Das mit Spannung erwartete Finale der Fußball-WM ist für den 18. Dezember 2022, den vierten Adventssonntag, angesetzt. Austragungsort ist das beeindruckende Lusail Stadium, das eigens für die WM mit einer Kapazität von 80.000 Zuschauern errichtet wurde. Die Übertragung beginnt um 16:00 Uhr deutscher Zeit in der ARD-Sportschau.
Lusail Stadium, Austragungsort des WM-Finales 2022Das Lusail Stadium, Austragungsort des WM-Finales 2022. (Archivbild) © Foto: AFP/MUSTAFA ABUMUNES
Deutschland in Gruppe E: Chancen und Spielplan
Die deutsche Nationalmannschaft trifft in der Gruppe E auf namhafte Gegner wie Spanien, Costa Rica und Japan. Spanien und Deutschland gelten hierbei als klare Favoriten. Das Weiterkommen ins Achtelfinale ist für die beiden Gruppenersten automatisch gesichert.
Die Gruppenspiele der deutschen Elf sind wie folgt angesetzt:
- 23. November (Mittwoch), 14:00 Uhr: Deutschland gegen Japan (Übertragung im Ersten)
- 27. November (Sonntag), 20:00 Uhr: Spanien gegen Deutschland (Übertragung im ZDF)
- 1. Dezember (Donnerstag), 20:00 Uhr: Costa Rica gegen Deutschland (Übertragung im Ersten)
Überblick über die wichtigsten WM-Termine 2022:
- Vorrunde: 20. November – 2. Dezember 2022
- Achtelfinale: 3. – 6. Dezember 2022
- Viertelfinale: 9. – 10. Dezember 2022
- Halbfinale: 13. – 14. Dezember 2022
- Spiel um Platz 3: 17. Dezember 2022
- WM-Finale: 18. Dezember 2022
Die Austragungsorte und Stadien der WM 2022
Die Spiele der Fußball-WM 2022 werden in acht modernen Stadien verteilt auf fünf Spielorten ausgetragen. Diese Stadien sind strategisch günstig gelegen, oft nur wenige Kilometer voneinander entfernt.
Übersicht der WM-Stadien:
- Lusail Stadium (Lusail): 80.000 Zuschauer
- Al-Bayt Stadium (Al-Chaur): 60.000 Zuschauer
- Khalifa International Stadium (Al-Rayyan): 45.000 Zuschauer
- Education City Stadium (Al-Rayyan): 45.000 Zuschauer
- Ahmed bin Ali Stadium (Al-Rayyan): 45.000 Zuschauer
- Stadium 974 (Doha): 40.000 Zuschauer
- Al-Thumama Stadium (Doha): 40.000 Zuschauer
- Al-Janoub Stadium (Al-Wakra): 40.000 Zuschauer
Al Khalifa International Stadium in DohaDas Khalifa International Stadium in Doha bietet Platz für rund 45.000 Besucher. (Archivbild von 2019) © Foto: Imago/Laci Perenyi
Der Neubau mehrerer dieser Stadien stand im Vorfeld der WM stark in der Kritik. Menschenrechtsorganisationen wie „Amnesty International“ berichteten von mindestens 15.000 gestorbenen Arbeitsmigrant*innen seit der Vergabe der WM nach Katar. Auch Politiker, Sportler und Ausstatter wie „Hummel“ kritisierten die dramatischen Arbeitsbedingungen in Katar scharf. Bundestrainer Hansi Flick unterstrich in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ unmissverständlich, dass beim Thema Menschenrechte und Nachhaltigkeit in Katar vieles nicht stimme.
Der Tagesspiegel begleitet Sie mit tagesaktuellen Analysen, Hintergrundberichten und Livetickern durch die WM. Hier finden Sie umfassende Informationen rund um das Turnier.
