Manthey krönt sich zum LMGT3-Champion, Porsche blickt auf erfolgreiche WEC-Ära zurück

Die Langstrecken-Weltmeisterschaft FIA WEC 2025 endete in Bahrain mit einem Paukenschlag für Porsche und sein Kundenteam Manthey. Während in der Hypercar-Klasse ein herausforderndes Rennen den Abschluss der Porsche 963-Ära in der WEC markierte, gab es in der LMGT3-Klasse Grund zu ausgelassenem Jubel: Das Manthey-Team sicherte sich zum zweiten Mal in Folge die FIA Endurance Trophy. Richard Lietz, Riccardo Pera und Ryan Hardwick krönten sich dabei souverän zum Fahrertitel und untermauerten die herausragende Stellung deutscher Ingenieurskunst und Teamarbeit im internationalen Motorsport. Die Erfolgsgeschichte von Porsche in der WEC ist damit um ein weiteres glänzendes Kapitel reicher, selbst wenn der Abschied der Hypercar-Klasse mit gemischten Gefühlen verbunden ist.

Manthey 1st Phorm: Dominanz in der LMGT3-Klasse

In der hochkompetitiven LMGT3-Kategorie setzte das Kundenteam Manthey erneut Maßstäbe und bewies seine Klasse. Im Porsche 911 GT3 R des Manthey 1st Phorm-Teams zeigten Werksfahrer Richard Lietz aus Österreich, der Italiener Riccardo Pera und Ryan Hardwick aus den USA eine tadellose Performance. Vom 18. Startplatz aus kämpfte sich die Mannschaft mit beeindruckender Konstanz auf den vierten Rang nach vorne. Dieser Erfolg sicherte dem Team aus der Eifel und seinen Fahrern die begehrte FIA Endurance Trophy. Es ist bereits der zweite Titelgewinn für Manthey in der erst 2024 eingeführten LMGT3-Kategorie. Im Juni desselben Jahres hatte das Team zudem den zweiten Klassensieg in Folge bei den 24 Stunden von Le Mans errungen, was die absolute Dominanz in dieser Klasse unterstreicht.

Sebastian Golz, Projektleiter Porsche 911 GT3 R, zeigte sich entsprechend begeistert: „Diese Erfolgsgeschichte in der LMGT3-Kategorie lässt sich wohl kaum noch überbieten – zwei Klassensiege in Le Mans und die Titelgewinne in der LMGT3 gibt es nicht geschenkt. Die Teams bei Manthey in Meuspath und bei Porsche Motorsport in Weissach können stolz darauf sein, was sie sich als Basis erarbeitet und im Renneinsatz erkämpft haben.“ Auch die Iron Dames mit Célia Martin, Rahel Frey und Michelle Gatting zeigten im Rennen eine starke Aufholjagd und beendeten den Lauf im ebenfalls von Manthey eingesetzten Porsche 911 GT3 R auf Rang zwölf. Der Erfolg von Manthey ist ein Beweis für die technische Exzellenz und den unermüdlichen Einsatz, der den deutschen Motorsport auf internationaler Ebene auszeichnet, ähnlich wie die Erfolge von fc bayer im Fußball.

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Der Abschied des Porsche 963 in der Hypercar-Klasse

Für den Porsche 963 war der 50. Renneinsatz in der FIA WEC in Bahrain ein Abschied, der nicht mit dem erhofften Spitzenergebnis belohnt wurde. Nach einem durchwachsenen Qualifying am Freitag erlebte das Team ein herausforderndes 8-Stunden-Rennen auf der Formel-1-Strecke. Kévin Estre, Laurens Vanthoor und Matt Campbell, die Fahrweltmeister von 2024, belegten im Ziel den 13. Platz. Das Schwesterauto mit Julien Andlauer, Mathieu Jaminet und Laurin Heinrich kam auf Rang 14 ins Ziel. Der baugleiche Hybridprototyp des Kundenteams Proton Competition erreichte die 17. Position. Trotz dieses Ergebnisses blickt das Werksteam auf eine erfolgreiche Ära in der Weltmeisterschaft zurück.

Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport, fasste die Situation zusammen: „Heute hatten wir einfach nicht das Tempo, um ganz vorn mitzufahren. Doch der Blick auf die vergangenen drei Jahre macht uns stolz: Wir waren die ersten, die mit einem LMDh-Auto ein Rennen der FIA WEC gewinnen konnten, 2024 ging der Fahrertitel an uns und in Le Mans waren wir als Zweite ganz nah am großen Triumph – Kompliment an das gesamte Team für diese tollen Vorstellungen. Unser Porsche 963 stellte auch in der FIA WEC die Messlatte für LMDh-Rennwagen dar.“

Urs Kuratle, Leiter Werksmotorsport LMDh, bedankte sich bei allen Beteiligten: „Ich möchte dem gesamten Team für die drei Jahre in der WM herzlich danken. Mein besonderer Dank geht auch an Penske, Multimatic und alle weiteren Partner, die uns auf diesem spannenden und ereignisreichen Weg immer unterstützt haben.“ Jonathan Diuguid, Leitender Direktor Porsche Penske Motorsport, fügte hinzu: „Es war auf absehbare Zeit unser letzter Auftritt in der Langstrecken-WM. Leider blieb uns dabei das erhoffte Topresultat verwehrt. Insgesamt haben wir eine großartige und auch erfolgreiche Zeit erlebt. Es hat mir unwahrscheinlich viel Spaß gemacht, mit dieser tollen Gruppe von leidenschaftlichen Menschen zusammenzuarbeiten.“ In Deutschland herrscht eine tiefe Leidenschaft für den Sport, sei es im Motorsport oder im Fußballduell wie zwischen bayern münchen leverkusen.

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Trotz des Resultats im letzten Rennen der Saison 2025 kann das Werksteam auf eine beachtliche Bilanz in der Weltmeisterschaft zurückblicken: Mit drei Siegen, 15 Podestplätzen, drei Pole-Positions und zwei schnellsten Rennrunden hat sich der Porsche 963 als das erfolgreichste LMDh-Fahrzeug seit Einführung des Reglements im Jahr 2023 etabliert. Der rund 500 kW (680 PS) starke Hybridprototyp wird im kommenden Jahr weiterhin in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship antreten, wo Porsche in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge alle Titel eingefahren hat.

Stimmen der Fahrer: Triumph und Enttäuschung

Die Emotionen nach dem Rennen in Bahrain waren vielfältig und spiegelten die Höhen und Tiefen einer intensiven Saison wider.

Mathieu Jaminet (Porsche 963 #5): „Meine letzten beiden Stints im Auto habe ich genossen. Leider fehlte uns im Rennen das notwendige Tempo, um mehr ausrichten zu können. Das gesamte Team hätte das zum Abschied verdient und auch ich hätte mir bei meinem letzten Einsatz mit dem Porsche 963 ein Topresultat gewünscht.“

Laurens Vanthoor (Porsche 963 #6): „Wir haben alles versucht und auf eine mutige Strategie gesetzt. Leider blieben wir dafür unbelohnt. Anstatt um die Weltmeisterkrone zu kämpfen, haben wir den zweiten WM-Platz noch an Toyota verloren. Das letzte Rennen von Porsche Penske Motorsport in der WEC hatten wir uns anders vorgestellt.“ Die Enttäuschung bei einigen Fahrern war spürbar, doch der Sportgeist und die Fairness blieben ungebrochen, ein Merkmal, das man auch bei packenden Duellen wie zwischen bayern münchen villarreal im Fußball schätzt.

Riccardo Pera (Porsche 911 GT3 R #92): „Unglaublich – ein Traum ist wahr geworden! Mein großer Dank geht an das Team Manthey und an meine Fahrerkollegen. Einen solchen Triumph in einer Weltmeisterschaft kann ich im Moment weder in Worte fassen noch richtig begreifen. Aber der größte Tag in meiner bisherigen Karriere fühlt sich natürlich super an!“ Der pure Jubel über den Titelgewinn war Pera deutlich anzumerken.

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Michelle Gatting (Porsche 911 GT3 R #85): „Das heutige Rennen spiegelt die gesamte Saison wider – es lief erneut alles gegen uns. Im gesamten Jahr haben wir uns immer wieder Fehler erlaubt, aus denen wir aber auch enorm lernen konnten. Gratulation an die Kollegen im Schwesterauto: ein toller und verdienter Titelgewinn!“ Die offene Reflexion über die eigene Leistung und die Anerkennung des Erfolgs der Konkurrenz zeigt den Sportsgeist, der im deutschen Motorsport und darüber hinaus, wie etwa im spannungsgeladenen Duell fc bayern dortmund, hochgehalten wird.

Ergebnisse des Finalrennens in Bahrain

Die offiziellen Ergebnisse des Saisonfinales in Bahrain liefern einen detaillierten Überblick über die Platzierungen in den beiden Hauptklassen.

Hypercar-Klasse:

  1. Conway/Kobayashi/de Vries (GBR/JPN/NLD), Toyota #7, 237 Runden
  2. Buemi/Hartley/Hirakawa (CHE/NZL/JPN), Toyota #8, + 19,378 Sekunden
  3. Fuoco/Molina/Nielsen (ITA/ESP/DNK), Ferrari #50, + 26,342 Sekunden
  4. Campbell/Estre/Vanthoor (AUS/FRA/BEL), Porsche 963 #6, – 1 Runde
  5. Andlauer/Heinrich/Jaminet (FRA/DEU/FRA), Porsche 963 #5, – 1 Runde
  6. Jani/Pino/Varrone (CHE/CHL/ARG), Porsche 963 #99, – 2 Runden

LMGT3-Klasse:

  1. Umbrarescu/Schmied/López (ROM/AUT/ARG), Lexus #87, 216 Runden
  2. Berry/Hodenius/Martin (AUS/NLD/BEL), Mercedes-AMG #61, + 0,786 Sekunden
  3. James/Robichon/Drudi (USA/CDN/ITA), Aston Martin #27, + 1,837 Sekunden
  4. Hardwick/Lietz/Pera (USA/AUT/ITA), Porsche 911 GT3 R #92, + 14,205 Sekunden
  5. Frey/Gatting/Martin (CHE/DNK/FRA), Porsche 911 GT3 R #85, – 1 Runde

Fazit: Eine Ära geht zu Ende, neue Erfolge warten

Das FIA WEC Saisonfinale 2025 in Bahrain markierte einen Wendepunkt für Porsche im Langstreckensport. Während der Porsche 963 seine Ära in der Weltmeisterschaft mit beeindruckenden Statistiken, aber einem letzten unglücklichen Rennen beendete, feierte das Kundenteam Manthey in der LMGT3-Klasse einen glorreichen Titelgewinn. Die Leidenschaft und das Engagement, die in den Teams von Porsche Motorsport und Manthey stecken, sind beispielhaft für den deutschen Sportsgeist und die Ingenieurskunst, die auch in anderen Bereichen wie dem bayern münchen fußball für Furore sorgen. Mit dem Blick auf die fortgesetzten Engagements in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship und die unermüdliche Entwicklung neuer Rennwagen bleibt die Zukunft von Porsche im Motorsport vielversprechend. Fans können sich darauf freuen, auch weiterhin spannende Rennen und herausragende Leistungen der deutschen Teams zu erleben.