Einflussfaktoren des Wohlbefindens: Eine umfassende Analyse

Das Wohlbefinden ist ein facettenreiches Konzept, das maßgeblich von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst wird. Von genetischen Prädispositionen über psychobiologische Prozesse und individuelle Persönlichkeitsmerkmale bis hin zu externen Lebensereignissen und gesellschaftlichen Bedingungen – die Komplexität dieser Einflussgrößen ist enorm. Eine tiefgehende Betrachtung ermöglicht es, die Mechanismen hinter unserer Lebenszufriedenheit und unserem Glücksempfinden besser zu verstehen.

Die Forschung identifiziert eine breite Palette an Determinanten, die unser Wohlbefinden formen. Dazu gehören intrinsische Faktoren wie Genetik und psychobiologische Marker, aber auch dispositionelle Merkmale wie Persönlichkeitseigenschaften. Extrinsische Faktoren wie demografische Merkmale (Geschlecht, Alter), kritische Lebensereignisse, die Qualität sozialer Netzwerke, die Arbeitswelt sowie die Wohn- und Umweltqualität spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle. Nicht zuletzt prägen gesellschaftliche und kulturelle Rahmenbedingungen unser kollektives und individuelles Wohlbefinden. Für ein ganzheitliches Wohlbefinden ist es entscheidend, diese verschiedenen Aspekte zu berücksichtigen und gegebenenfalls proaktive Schritte zur Verbesserung des eigenen Lebensstils zu unternehmen, beispielsweise durch einen ausgewogenen ernährungsplan.

Genetische und psychobiologische Grundlagen des Wohlbefindens

Die Forschung zeigt, dass unser Wohlbefinden nicht ausschließlich durch äußere Umstände bestimmt wird.

Genetische Einflüsse

Zwillingsstudien liefern deutliche Hinweise auf eine genetische Komponente des Wohlbefindens. Eine Meta-Analyse von Bartels et al. (2022) beziffert den Anteil der Genetik an der Erklärungskraft des Wohlbefindens auf 32 % bis 36 %. Dies unterstreicht, dass eine gewisse Veranlagung zu Glück oder Zufriedenheit in unseren Genen liegen kann, auch wenn dies keineswegs den gesamten Bereich abdeckt.

Psychobiologische Indikatoren

Im Vergleich zu genetischen Faktoren ist der Einfluss psychobiologischer Indikatoren auf das Wohlbefinden tendenziell geringer, aber dennoch messbar. Zusammenhänge wurden mit Neurotransmittern wie Dopamin, Endorphinen und Oxytocin festgestellt. Eine gewisse Reagibilität des Immun-, autonomen und zentralen Nervensystems, der HPA-Achse, der Herzratentätigkeit sowie der neurologischen Aktivität in der Amygdala und im Verstärkerzentrum (mesolimbisches System, Nucleus Accumbens) wurde ebenfalls nachgewiesen (Kenett & Anjan 2022; Layard & De Neve 2023).

Dispositionelle Merkmale und Persönlichkeit

Individuelle Persönlichkeitseigenschaften sind ein starker Prädiktor für das Wohlbefinden.

Persönlichkeitseigenschaften

Das Fünf-Faktoren-Modell (Big Five) der Persönlichkeit wurde intensiv im Hinblick auf seine Bedeutung für das Wohlbefinden untersucht. Eine frühe Meta-Analyse von De Neve und Cooper (1998) zeigte mäßige Zusammenhänge zwischen den Big Five und dem subjektiven Wohlbefinden. Neuere Studien, wie eine Meta-Analyse von Anglim, Horwood, Smillie, Marrero und Wood (2020), die das Hexaco-Modell für das subjektive Wohlbefinden untersuchten, berichten sogar über leicht stärkere Korrelationen.

Weitere dispositionelle Merkmale

Neben den etablierten Persönlichkeitsmodellen wurden weitere dispositionelle Merkmale erforscht, die das Wohlbefinden beeinflussen. Dazu gehören emotionale Intelligenz, psychisches Wachstum, Selbstverwirklichung, Authentizität, die Fähigkeit zur Stressbewältigung durch kognitive Neubewertungen, Weisheit, Naturverbundenheit sowie gemeinschaftliche Einbettungsvorstellungen wie der „Sense of Community“. Diese Eigenschaften befähigen Individuen oft, mit Herausforderungen umzugehen und ein erfüllteres Leben zu führen, was durch einen bewussten Lebensstil, der auch eine kohlenhydratarme ernährung umfassen kann, unterstützt werden kann.

Demografische und kontextuelle Einflüsse

Das Wohlbefinden wird auch durch äußere Merkmale und Lebensumstände geprägt.

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Genderspezifische Einflüsse

Betrachtet man geschlechtspezifische Einflüsse, so zeigte sich in einer frühen Meta-Analyse von Pinquart und Sörensen (2001), dass Frauen tendenziell glücklicher waren. Dieses Ergebnis wurde in weltweiten und europaspezifischen Studien wiederholt bestätigt (Layard & De Neve 2023). Inkonsistente Ergebnisse werden auf unterschiedliche Definitionen von Wohlbefinden und zahlreiche Nebenbedingungen (wie Bindung, Attraktivität, ökonomische Benachteiligung, Veröffentlichungsbereitschaft) zurückgeführt. Besondere Lebensphasen, wie die Zeit nach einer Geburt, können spezifische Herausforderungen für das Wohlbefinden darstellen, weshalb Informationen zum abnehmen in der stillzeit für Frauen relevant sein können.

Altersgruppen

Für verschiedene Altersgruppen liegen unterschiedliche Ergebnisse bezüglich des Wohlbefindens vor. Die Lebenszufriedenheit und das Glücksempfinden bei Kindern und Jugendlichen hängen stark von Rahmenbedingungen wie Gesundheit, Persönlichkeitsmerkmalen, Beschäftigungsstatus, inneren Werten, Zielorientierung, Selbstwirksamkeit, Hoffnung, sozialer Unterstützung bzw. Familienqualität, elterlichem Erziehungsstil, Lebensqualität der Nachbarschaft und dem Grad der Enkulturation ab. Zur Frage der Stabilität bzw. Veränderung von Wohlbefinden im Lebenslauf gibt es keine konsistenten Antworten. Berichtet wird von einem Rückgang des Wohlbefindens, einem U-förmigen Verlauf oder einer Entwicklung in Abhängigkeit der Art des Wohlbefindens (z. B. nehmen Glücksgefühle nach dem fünfzigsten Lebensjahr ab).

Kontextuelle Merkmale: Stressoren und Lebensereignisse

Die Untersuchung kontextueller Merkmale auf das Wohlbefinden offenbart zahlreiche Einflussfaktoren proximaler und distaler Art, darunter Stressoren, Lebensereignisse, tägliche Ärgernisse und Krisen.

Stressoren

Eine Meta-Analyse von Riepenhausen et al. (2022) zeigte für mentale und physische Formen des Wohlbefindens, dass Stressoren verschiedener Art sich im unteren Effektbereich bewegen. Dies gilt auch für Belastungen am Arbeitsplatz von Migrantinnen und Migranten.

Lebensereignisse

Die meta-analytische Untersuchung von Lebensereignissen weist einen vergleichsweise deutlicheren Einfluss auf das Wohlbefinden auf (Luhmann, Hofmann, Eid & Lucas 2012). Es wird berichtet, dass Lebenszufriedenheit bei Heirat, Wiedererlangung eines Jobs oder Zugewinn einer Wohnung geringe Effekte auf das Wohlbefinden hat, während die Effekte nach einer Geburt von mittlerem Ausmaß sind. Die Effekte aller (potenziell) negativen Lebensereignisse wie Scheidung, Verwitwung, Arbeitslosigkeit und Berentung rangierten im niedrigen bis mittleren, in einigen Fällen jedoch auch im hohen Bereich (Lyubomirsky, King & Diener 2005).

Tägliche Vorkommnisse (Daily Hassles und Uplifts) erklären oft mehr als große Lebensereignisse und wurden ebenfalls im Zusammenhang mit dem Wohlbefinden untersucht (zuerst Landreville & Vézina 1992).

Krisen

Es ist zu erwarten, dass gravierende und breite Bevölkerungsschichten erreichende Krisen wie eine Pandemie oder der Klimawandel das Wohlbefinden in besonderem Maße beeinflussen. Übersichtsarbeiten zeigten, dass die Covid-19-Pandemie nicht nur für die Gesundheit bedeutsam war, sondern auch mit sehr hohen negativen Effektstärken für das subjektive Wohlbefinden der Allgemeinbevölkerung einherging; insbesondere bei älteren Menschen und medizinischem Hilfspersonal (Esposito, Di Napoli, Agueli, Marino, Procentese & Arcidiacono 2021). Die Klimakrise ist mit zahlreichen Katastrophen wie Unwettern, Überschwemmungen und Dürren verbunden (Layard & De Neve 2023). Ein geringer, aber bedeutsamer negativer Zusammenhang zwischen Klimaangst und Wohlbefinden konnte nachgewiesen werden.

Soziale Aspekte des Wohlbefindens

Soziale Beziehungen und das soziale Umfeld sind fundamental für unser Wohlbefinden.

Soziale Netzwerke und soziales Kapital

Soziale Netzwerke und soziales Kapital wirken sowohl direkt als auch indirekt auf das Wohlbefinden ein. Die Qualität sozialer Kontakte in Netzwerken, mit der Nachbarschaft, Freundschaften, Familien und partnerschaftlichen Beziehungen ist dabei für das Wohlbefinden bedeutsamer als deren Quantität. Der mögliche Einfluss sozialer Netzwerke auf das Wohlbefinden wird auf die unmittelbare Befriedigung von Bedürfnissen (z. B. nach Affiliation) zurückgeführt. Indirekte Zusammenhänge, bedingt durch soziale Unterstützung oder andere Merkmale sozialer Netzwerke, resultieren aus Puffereffekten, die den Einfluss von Stressoren mindern helfen (Röhrle 1994).

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Virtuelle soziale Netze

Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen auf, dass Aktivitäten in virtuellen sozialen Netzen kaum einen Einfluss auf das Wohlbefinden ausüben (Casanova, Zaccaria, Rolandi & Guaita 2021). Eine Studie an Studierenden (Aliverdi et al. 2022) berichtet über einen unbedeutenden Einfluss der Internetnutzung auf die psychische Gesundheit.

Arbeitswelt, Bildung und Umweltqualität

Die Qualität des Arbeits- und Bildungsumfelds sowie der natürlichen Umgebung beeinflussen unser Wohlbefinden maßgeblich.

Arbeit und Ausbildung

Die Welt der Arbeit und Ausbildung kann eine Quelle oder ein Hemmschuh des Wohlbefindens sein. Im „World Happiness Report“ 2017 zeigten sich deutliche Unterschiede in der Lebenszufriedenheit und Affektqualität zwischen Beschäftigten und arbeitslosen Menschen (vgl. Clark et al. 2018). Die Ergebnisse belegen auch, dass Wohlbefinden nachweislich von Merkmalen am Arbeitsplatz abhängt. Bei Beschäftigten konnte meta-analytisch nachgewiesen werden, dass Arbeitsplatzbedingungen (Belohnungswert, Kommunikation, Führungsqualität, Arbeitsplatzsicherheit und -stabilität etc.) in deutlichem Bezug zum Wohlbefinden stehen (Clark et al. 2018). Diese Faktoren tragen zur Steigerung der Kreativität bei und mindern Stellenwechsel. Ein hoher Grad an Lebenszufriedenheit am Arbeitsplatz steht in Zusammenhang mit reduzierter Mortalität, weniger Schlafstörungen, geringeren Burnout-Raten und besseren Arbeitsleistungen. Ein ausgewogener Lebensstil, eventuell unterstützt durch eine low carb ernährung, kann die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden im Beruf positiv beeinflussen.

Auch im edukativen Bereich liegen zahlreiche Studien zum Einfluss kontextueller Bedingungen auf das Wohlbefinden vor. Viele meta-analytische Studien bestätigen dabei, dass ein eher geringer Zusammenhang zwischen Ausbildungserfolgen und subjektivem Wohlbefinden besteht. Nachgewiesen ist, dass das eudaimonische Wohlbefinden von Lehrkräften vergleichsweise deutlicher von der Interaktion zwischen Lehrkräften und Schülerinnen bzw. Schülern und dem Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler abhing.

Wohnen, Natur und Umweltqualität

Die Lebenssituation und damit das Wohlbefinden können durch weitere Umweltaspekte (Wohnen, Natur und Umweltqualität) beeinflusst werden. Studien, die Effekte von Wohnen bzw. Wohnqualität, Bewegungszwang, Nähe zur Natur, Umweltverschmutzung und Zugang zu Ressourcen untersuchten, zeigten, dass keine Stadt-Land-Unterschiede des Wohnens in Bezug auf das Wohlbefinden nachweisbar waren. Dagegen spielen die Wohnqualität (u. a. auch die Besitzverhältnisse) eine wesentliche Rolle (Layard & De Neve 2023). Auch der Zugang zu anderen Ressourcen erwies sich als entscheidend. Negative Beispiele finden sich im Bereich der Umweltverschmutzung, positivere hingegen bei der Untersuchung eines Lebens im Grünen.

Gesellschaftliche und kulturelle Bedingungen

Über individuelle und unmittelbare Faktoren hinaus prägen makrosoziale Merkmale unser Wohlbefinden.

Soziales Kapital

Das Konzept des sozialen Kapitals ist als soziale Determinante des Wohlbefindens konzeptuell breiter angelegt. Es meint nicht nur den Zugang zu sozialen Netzen, sondern auch zu Organisationen, Vertrauen in Politik und Gesellschaft. Dieses Konzept, das Ressourcenzugang, kollektives Vertrauen, soziale Integration sowie persönliche Verwirklichungs- und Entwicklungskapazitäten umfasst, wurde erstaunlich selten im Verhältnis zum Wohlbefinden untersucht. Eine Übersichtsarbeit von Nyqvist, Forsman, Giuntoli und Cattan (2013) zeigt auf, dass Lebenszufriedenheit, Lebensqualität und Glück davon beeinflusst werden. Neuere, groß angelegte Studien belegen einen signifikanten Bezug zwischen ökonomischer Situation oder sozialem Kapital und der Lebensqualität.

Qualität einer Gesellschaft

Die Qualität einer Gesellschaft, als „gesellschaftliche Lebensatmosphäre“ bezeichnet, hat einen erheblichen Einfluss auf das subjektive Wohlbefinden (Besley, Marshall & Persson 2023; Layard & De Neve 2023). Dazu gehören die Qualität und Stabilität von Regierungen, insbesondere hinsichtlich friedensstiftender, legislativ bedeutsamer und regulativer Maßnahmen, kollektiver und persönlicher Versorgungssicherheit, Korruptionskontrolle, Einhaltung von Wahlversprechen und Gewaltfreiheit.

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Einkommen und Wohlbefinden

Zahlreiche Studien befassen sich mit dem Zusammenhang von Einkommen und Wohlbefinden (Akaeda 2020). Eine Meta-Analyse von Eger und Maridal (2015) zeigt einen mindestens mittelhohen Zusammenhang zur Lebenszufriedenheit (etwas weniger in Bezug auf das Glücksempfinden). Für OECD-Länder (2011) gilt, dass die Zusammenhänge zwischen Lebenszufriedenheit, affektiver Ausgeglichenheit, Glücksempfinden bzw. Lebensqualität und Einkommen, sozialer Gerechtigkeit, Wohnverhältnissen, Arbeitsplatzsicherheit, Unterstützungspotenzialen, Bindung und Gesundheit besonders hoch sind.

Das Trennende in Gesellschaften: Ungleichheit und Diskrimination

Die Frage nach der Bedeutung des Einkommens ist unmittelbar mit dessen Verteilung in einer Gesellschaft verknüpft, also der Einkommensgerechtigkeit, die zugleich eine soziale Frage ist.

Bei der Untersuchung der Einkommensgerechtigkeit zeigte sich, dass die Ergebnisse zu den Folgen von Einkommensungleichgewichten für das Wohlbefinden nicht immer in die erwartete Richtung gehen. Eine Meta-Analyse bestätigt den unbedeutenden Zusammenhang zwischen Einkommensungleichheit und Wohlbefinden (Ngamaba, Panagioti & Armitage 2018). Es gibt jedoch Hinweise, dass langfristige Untersuchungen oder die Berücksichtigung vermittelnder psychischer Prozesse (die subjektive Wahrnehmung von Ungleichheit) zu anderen Ergebnissen führen können. Eine weitere Form der Ungleichbehandlung ist die Ausgrenzung von Personen und Menschengruppen, die erhebliche selbst- und fremdgesetzte Konsequenzen für das Wohlbefinden und die Gesundheit haben kann.

Migration und kulturelle Divergenzen

Im Hinblick auf Migration sind beste Voraussetzungen geschaffen, um Divergenzen zwischen kultureller Prägung und neuen Kontexten nachzuweisen, die für das Wohlbefinden abträglich sein können. Es zeigt sich jedoch bei diesem Transformationsprozess, dass nicht der Heimatverlust und die Belastungen in der Fremde für das Wohlbefinden entscheidend sind, sondern andere Faktoren das Wohlbefinden mindern. Eine Meta-Analyse von Bak-Klimek, Karatzias, Elliott und Maclean (2015) berichtete über den Zusammenhang von Bedingungen des Wohlbefindens von Migranten und Migrantinnen, dass er vom Einkommen, dispositionellen Faktoren (z. B. Selbstwert) und in besonderem Maße von kontextuellen Bedingungen (erlebter sozialer Unterstützung) abhängt (vgl. Akdede & Giovanis 2020).

Zusammenspiel der Prädiktoren des Wohlbefindens

Die aufgeführten Hinweise verdeutlichen, dass die Vorhersagekraft mancher Bedingungen des Wohlbefindens nicht gleich potent ist, sondern von zusätzlichen Bedingungen und Vermittlern abhängt. Es deutet sich an, dass subjektive Merkmale für das Wohlbefinden meist bedeutsamer sind als objektive. Besonderes Gewicht haben sozial-interaktiv relevante Merkmale (z. B. Clark et al. 2018). Lyumbomirsky (2007) geht davon aus, dass der Anteil der Person und ihre Aktivitäten deutlich mehr Varianz aufweisen als kontextuelle Faktoren. Entscheidend sei jedoch das Zusammentreffen beider Seiten (Set-Point des Glücks). Letztlich wissen wir noch zu wenig über das Zusammenspiel von personengebundenen und kontextuellen Bedingungen. Bislang fehlt es an Modellen, welche die verschiedenen Prädiktoren des Wohlbefindens in einen engeren psychologischen, sozialen und psychophysiologischen Zusammenhang bringen (Doom 2020).

Fazit

Das Wohlbefinden ist ein komplexes Konstrukt, das durch eine Vielzahl von Faktoren auf verschiedenen Ebenen beeinflusst wird – von der individuellen Genetik bis hin zu globalen gesellschaftlichen Bedingungen. Ein tiefgreifendes Verständnis dieser Einflüsse ist entscheidend, um Interventionen und Strategien zur Förderung des Wohlbefindens effektiv zu gestalten. Es zeigt sich, dass sowohl individuelle Eigenschaften und Verhaltensweisen als auch die Qualität unseres sozialen Umfelds und der breiteren Gesellschaft maßgeblich zu unserem Glück und unserer Lebenszufriedenheit beitragen. Um Ihr persönliches Wohlbefinden zu optimieren, lohnt es sich, alle genannten Aspekte zu berücksichtigen und aktiv an der Gestaltung eines positiven Lebensumfeldes und gesunder Gewohnheiten zu arbeiten.

Referenzen

  • Akaeda, T. (2020). Income and subjective well-being: A meta-analysis. Journal of Happiness Studies, 21(5), 1801-1823.
  • Akdede, S. A., & Giovan