FaKT: Erfolgreich zurück ins Berufsleben in Deutschland

In Deutschland steht Menschen, die aufgrund gesundheitlicher Herausforderungen vorübergehend oder dauerhaft nur eingeschränkt erwerbsfähig sind, ein umfassendes System der sozialen Sicherung und Unterstützung zur Seite. Ein zentraler Pfeiler dieser Unterstützung ist die berufliche Rehabilitation und Wiedereingliederung. Das Modellprojekt „FaKT – Fallmanagement im Kontext verminderter Erwerbsfähigkeit: Teilhabebezogene Unterstützung von Versicherten zur Rückkehr in Arbeit“ ist ein wegweisendes Beispiel dafür, wie Betroffene aktiv dabei unterstützt werden, ihren Platz im Arbeitsleben wiederzufinden. Es beleuchtet einen wichtigen Aspekt der deutschen Soziallandschaft und zeigt, wie individuelle Begleitung und innovative Konzepte den Weg zurück in die Erwerbstätigkeit ebnen können. Viele Versicherte fragen sich, welcher versicherungsträger rentenversicherung für sie zuständig ist, wenn es um solche Leistungen geht.

Was ist FaKT? Ein Überblick über das Projekt

Das FaKT-Projekt ist eine Initiative, die im Rahmen des 3. Förderaufrufs der Deutschen Rentenversicherung gestartet wurde. Mit einem Förderbeginn am 1. März 2024 und einer Laufzeit bis zum 29. Februar 2028 zielt es darauf ab, Versicherten mit verminderter Erwerbsfähigkeit maßgeschneiderte Unterstützung zu bieten. Der koordinierende Antragsteller ist die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Mitteldeutschland, die ihre Expertise in der Renten- und Rehabilitationsversicherung in dieses bedeutende Vorhaben einbringt. Die grundlegende Idee hinter FaKT ist es, durch intensives Fallmanagement einen gangbaren Weg aus der Erwerbsminderung aufzuzeigen und die soziale sowie berufliche Teilhabe zu stärken.

Zielgruppe und regionale Schwerpunkte des FaKT-Projekts

Das Projekt richtet sich speziell an Menschen mit komplexen gesundheitlichen Unterstützungsbedarfen, insbesondere an Versicherte, die aufgrund onkologischer oder neurologischer Erkrankungen erwerbsgemindert sind. Diese Krankheitsbilder stellen oft erhebliche Hürden für eine Rückkehr in den Beruf dar und erfordern eine besonders intensive und individuelle Begleitung. Das FaKT-Projekt spricht dabei Menschen an, deren Erwerbsfähigkeit voraussichtlich nur vorübergehend vermindert ist. Insgesamt sollen 280 Teilnehmende von den Leistungen des Projekts profitieren. Die Umsetzung erfolgt dabei in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, wo ein Netzwerk aus beteiligten Institutionen die Unterstützung gewährleistet. Für Betroffene kann es entscheidend sein, ihren rentenversicherungsträger herausfinden zu können, um passende Hilfsangebote wie FaKT in Anspruch zu nehmen.

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Förderpolitische Ziele: Warum FaKT so wichtig ist

Die übergeordneten förderpolitischen Ziele des FaKT-Projekts sind von großer Bedeutung für die individuelle Lebensqualität der Versicherten und die Gesellschaft als Ganzes. Es geht darum, die Erwerbsfähigkeit zu erhalten oder wiederherzustellen und einer drohenden (Teil-)Erwerbsminderung entgegenzuwirken. Dies verhindert nicht nur individuelle finanzielle Engpässe, sondern sichert auch Fachkräfte für den Arbeitsmarkt. Ein weiteres zentrales Ziel ist die Verbesserung der gesellschaftlichen und beruflichen Teilhabe. Durch die Rückkehr ins Arbeitsleben gewinnen die Versicherten nicht nur ein Einkommen, sondern auch Struktur, soziale Kontakte und Selbstwertgefühl zurück. Zudem adressiert das Projekt die Reduzierung der Weitergewährungsquote bei Zeitrenten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit, was langfristig zur Stabilisierung der Sozialsysteme beiträgt.

Ein innovativer Ansatz: Persönliches Fallmanagement

Das Besondere und Innovative an FaKT ist der Ansatz des persönlichen, kontinuierlichen und aufsuchenden Fallmanagements, das durch die Berufsförderungswerke (BFW) durchgeführt wird. Im Gegensatz zu standardisierten Verfahren wird hier jeder Teilnehmer individuell und ganzheitlich begleitet. Dies bedeutet, dass die Fallmanager nicht nur administrativ unterstützen, sondern aktiv auf die Versicherten zugehen und sie durch den gesamten Prozess führen. Diese intensive Betreuung ist entscheidend, um die oft komplexen Bedürfnisse der Zielgruppe zu erfüllen.

Ein weiterer innovativer Aspekt ist die Schaffung eines verlängerten Anspruchs auf Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) in voller Höhe für weitere 12 Monate nach Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese Maßnahme nimmt den Versicherten die Angst vor dem Verlust der finanziellen Sicherheit, der oft eine große Hürde bei der Rückkehr ins Arbeitsleben darstellt. Die zusätzliche Zeit ermöglicht es den Teilnehmenden, sich in Ruhe im neuen Arbeitsumfeld zu erproben und festzustellen, ob die gewählte berufliche Perspektive nachhaltig ist, ohne sofort den vollen finanziellen Druck zu spüren.

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Der Weg zurück ins Arbeitsleben: Die Unterstützung im Detail

Im Rahmen des FaKT-Projekts erhalten die Teilnehmenden eine vielschichtige Unterstützung. Dazu gehört die Begleitung bei der Wiedererlangung ihrer Gesundheit, oft in Zusammenarbeit mit Rehabilitationseinrichtungen. Auch bei der Beantragung passgenauer (Teilhabe-)Leistungen werden sie entlastet, da die Navigation durch bürokratische Prozesse für Betroffene schwierig sein kann. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Erarbeitung einer (neuen) beruflichen Perspektive. Dies kann Umschulungen, Weiterbildungen oder die Vermittlung an geeignete Arbeitgeber umfassen. Dabei wird stets die individuelle Situation und das Potenzial des Einzelnen berücksichtigt. Überdies wird die Motivation der Versicherten gestärkt, in den beruflichen Alltag zurückzukehren – ein oft unterschätzter, aber entscheidender Faktor für den Erfolg. Nehmen die Versicherten im Verlauf des Fallmanagements eine Beschäftigung auf, verlängert sich die Begleitung um weitere 12 Monate. Dies umfasst nicht nur die Unterstützung der Versicherten selbst, sondern auch die Beratung und Unterstützung der Arbeitgebenden, um eine nachhaltige Integration zu gewährleisten. Viele Kliniken bieten im Bereich Reha wichtige Unterstützung für die Wiedereingliederung, so auch rehakliniken ostsee deutsche rentenversicherung.

Akteure und Zusammenarbeit im FaKT-Projekt

Der Erfolg des FaKT-Projekts beruht auf einer starken Kooperation verschiedener Akteure. Neben der DRV Mitteldeutschland und der DRV Bund sind zahlreiche weitere Partner beteiligt, die ihre jeweiligen Kompetenzen einbringen. Dazu gehören die Berufsförderungswerke (BFW) Sachsen-Anhalt, BFW Leipzig, BFW Thüringen und BFW Halle, die als zentrale Ansprechpartner für das Fallmanagement fungieren. Auch wissenschaftliche Expertise ist eingebunden, vertreten durch das Institut für Gesellschaftswissenschaften der Otto-von-Guericke-Universität (OvGU) Magdeburg. Darüber hinaus sind diverse Kliniken, die sich auf Rehabilitation spezialisiert haben, als Projektbeteiligte aufgeführt, darunter die MEDIAN Klinik Kalbe, MEDIAN Klinik Bad Tennstedt, MEDIAN Zentrum für Rehabilitation Schmannewitz, MEDIAN Klinik NRZ Magdeburg, Sachsenklinik Bad Lausick und die Teufelsbad Fachklinik Blankenburg. Diese breite Zusammenarbeit gewährleistet eine umfassende und qualitativ hochwertige Versorgung der Teilnehmenden.

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Das FaKT-Projekt ist somit ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Deutschland Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen aktiv dabei unterstützt, ihre berufliche und soziale Teilhabe wiederzuerlangen. Es zeigt, dass durch individualisiertes Fallmanagement und innovative finanzielle Anreize ein erfolgreicher Weg zurück ins Berufsleben möglich ist. Für weitere Informationen können Sie sich direkt an die Projektleitung wenden.