Ein Zu Niedriger Blutdruck, medizinisch als Hypotonie bezeichnet, bleibt oft lange unbemerkt und wird häufig erst bei Routineuntersuchungen zufällig entdeckt. Während ein niedriger Blutdruck in vielen Fällen harmlos ist, können bestimmte Symptome wie Schwindel, Müdigkeit oder sogar Ohnmachtsanfälle auf eine behandlungsbedürftige Ursache hinweisen. Es ist entscheidend, solche Beschwerden ernst zu nehmen und ärztlich abklären zu lassen, insbesondere wenn es wiederholt zu kurzzeitigen Bewusstseinsverlusten (Synkopen) oder Stürzen ohne ersichtlichen Grund kommt. Die richtige Diagnose ist der erste Schritt, um mögliche Risiken zu erkennen und eine geeignete Therapie einzuleiten. Viele Menschen sind besorgt um ihre allgemeine Gesundheit, besonders wenn Symptome auftreten, die sie nicht zuordnen können. Achten Sie auf allgemeine Symptome einer Corona-Infektion mit Omikron können hier eine erste Orientierung bieten, doch bei Blutdruckproblemen ist der Facharzt unerlässlich.
Der Weg zur Diagnose: Umfassende Untersuchungen
Die Diagnostik eines niedrigen Blutdrucks ist ein mehrstufiger Prozess, der darauf abzielt, die Art der Hypotonie zu bestimmen und mögliche zugrunde liegende Erkrankungen zu identifizieren. Fachleute setzen dabei auf eine Kombination aus ausführlichem Anamnesegespräch, körperlicher Untersuchung und spezifischen diagnostischen Verfahren.
1. Das ausführliche Anamnesegespräch
Der erste und grundlegende Schritt in der Diagnostik ist das Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt, die sogenannte Anamnese. Hierbei werden detaillierte Fragen zu den Beschwerden und der Krankengeschichte gestellt, um erste Hinweise auf die Ursache des niedrigen Blutdrucks zu erhalten. Typische Fragen umfassen:
- In welchen Situationen treten die Beschwerden auf? Sind sie positionsabhängig (z.B. beim Aufstehen), situationsabhängig (z.B. nach dem Essen, bei Hitze) oder treten sie spontan auf?
- Gibt es in der Familie Fälle von niedrigem Blutdruck? Eine familiäre Veranlagung kann eine Rolle spielen.
- Ist die Flüssigkeitszufuhr ausreichend? Dehydration ist eine häufige Ursache für niedrigen Blutdruck.
- Bestehen Vorerkrankungen? Krankheiten wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck (dessen Medikamente eine Hypotonie verursachen können) oder Parkinson können den Blutdruck beeinflussen.
- Welche Medikamente werden eingenommen? Viele Medikamente, insbesondere solche gegen Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Depressionen, können den Blutdruck senken.
Durch diese Fragen erhält der Arzt ein umfassendes Bild der individuellen Situation und kann gezielt weitere Schritte planen. Im Rahmen einer ganzheitlichen Gesundheitsvorsorge, die auch eine Grippeschutzimpfung nach einer Corona-Infektion umfassen kann, wird der gesamte Gesundheitszustand des Patienten betrachtet.
2. Die körperliche Untersuchung und Blutdruckmessung
Nach der Anamnese folgt eine gründliche körperliche Untersuchung. Ein zentraler Bestandteil ist hierbei die mehrfache Messung des Blutdrucks und des Pulses in verschiedenen Körperpositionen: im Liegen, im Sitzen und im Stehen. Diese gestuften Messungen sind entscheidend, um eine orthostatische Hypotonie zu erkennen. Dabei handelt es sich um einen plötzlichen Blutdruckabfall beim Wechsel von einer liegenden oder sitzenden in eine stehende Position, der Schwindel, Benommenheit oder sogar Ohnmacht verursachen kann. Ein Abfall des systolischen Wertes um mindestens 20 mmHg oder des diastolischen Wertes um mindestens 10 mmHg innerhalb von drei Minuten nach dem Aufstehen deutet auf eine orthostatische Hypotonie hin.
3. 24-Stunden-Blutdruckmessung (Langzeit-Blutdruckmessung)
In bestimmten Fällen kann es sinnvoll sein, eine 24-Stunden-Blutdruckmessung, auch Langzeit-Blutdruckmessung genannt, durchzuführen. Dabei trägt der Patient ein kleines Gerät, das den Blutdruck über einen ganzen Tag und eine Nacht hinweg in festgelegten Zeitabständen automatisch misst und aufzeichnet. Dies ermöglicht der Ärztin oder dem Arzt, ein präzises Bild vom Blutdruckverlauf im Alltag zu erhalten, Schwankungen zu erkennen und situationsbedingte Hypotonie-Episoden zu identifizieren, die bei einer Einzelmessung in der Praxis möglicherweise übersehen werden würden. Diese Methode hilft auch, den Einfluss von körperlicher Aktivität, Stress und Schlaf auf den Blutdruck zu beurteilen.
4. Kipptisch-Untersuchung (Head-up-Tilt-Test)
Eine spezielle diagnostische Methode zur Abklärung einer orthostatischen Hypotonie ist die Kipptisch-Untersuchung. Diese wird insbesondere dann empfohlen, wenn Patienten bereits mehrere Ohnmachtsanfälle (Synkopen) hatten oder wiederholt ohne erkennbare Ursache gestürzt sind. Bei dieser Untersuchung liegt die Patientin oder der Patient angeschnallt auf einem speziellen Tisch, der kontrolliert in verschiedene Positionen gekippt werden kann. Während des Wechsels von der liegenden in eine aufrechte oder halbaufrechte Position werden kontinuierlich Blutdruck und Puls gemessen. Zusätzlich wird ein Elektrokardiogramm (EKG) aufgezeichnet, um die Herzaktivität zu überwachen. Die Kipptisch-Untersuchung hilft zu überprüfen, wie der Körper auf Lageveränderungen reagiert und ob das autonome Nervensystem, das den Blutdruck reguliert, korrekt funktioniert. Oftmals suchen Patienten nach Möglichkeiten, ihren Körper zu unterstützen. Während die Diagnose von niedrigem Blutdruck medizinische Expertise erfordert, ist die Stärkung der Abwehrkräfte mit Vitamin C bei Erkältung ein bekanntes Thema, das jedoch keinen Ersatz für eine fundierte medizinische Untersuchung darstellt.
5. Weitere differentialdiagnostische Untersuchungen
Um andere Erkrankungen als Ursache für den zu niedrigen Blutdruck auszuschließen oder einzugrenzen, können je nach individuellem Fall weitere Untersuchungen notwendig sein.
- Blutuntersuchungen: Diese können Aufschluss über verschiedene Parameter geben, die den Blutdruck beeinflussen. Dazu gehören beispielsweise der Elektrolythaushalt (Natrium, Kalium), Nierenwerte, Blutzuckerwerte (relevant bei Verdacht auf Diabetes mellitus), Schilddrüsenhormone (um eine Unterfunktion der Schilddrüse auszuschließen) oder auch das Blutbild (bei Verdacht auf Anämie, die ebenfalls zu niedrigem Blutdruck führen kann).
- Ultraschalluntersuchungen: Ein Ultraschall des Herzens (Echokardiographie) oder der Bauchorgane kann durchgeführt werden, um strukturelle Probleme des Herzens oder der Nebennieren (die Hormone produzieren, welche den Blutdruck regulieren) auszuschließen.
Diese ergänzenden Tests helfen dem Arzt, eine präzise Diagnose zu stellen und gegebenenfalls eine spezifische Behandlung für die zugrunde liegende Erkrankung einzuleiten. Symptome wie Schwindel oder Müdigkeit können viele Ursachen haben. Manchmal kann auch Schwitzen bei Erkältung ein Zeichen dafür sein, dass der Körper stark gefordert ist, und sollte beachtet werden.
Fazit: Die Bedeutung einer genauen Diagnose
Die Diagnose von niedrigem Blutdruck erfordert eine sorgfältige und umfassende Untersuchung. Obwohl eine Hypotonie oft harmlos ist, können die Begleiterscheinungen wie Schwindel und Ohnmacht die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und das Sturzrisiko erhöhen. Eine präzise Abklärung durch Fachpersonal ist unerlässlich, um zwischen einer primären, meist unbedenklichen Hypotonie und einer sekundären Hypotonie, die durch eine andere Erkrankung verursacht wird, zu unterscheiden. Nur so kann eine gezielte Behandlung erfolgen und gegebenenfalls weitere gesundheitliche Komplikationen vermieden werden. Unabhängig von der spezifischen Diagnose ist es wichtig, auf den eigenen Körper zu hören und bei Beschwerden aktiv zu werden. Für leichte Unpässlichkeiten greifen viele auf Hausmittel bei Corona zurück, doch bei anhaltenden oder wiederkehrenden Symptomen wie Schwindel oder Synkopen sollte stets ein Arzt konsultiert werden. Zögern Sie nicht, bei anhaltenden Beschwerden einen Termin bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu vereinbaren, um Klarheit über Ihren Blutdruck zu erhalten und Ihre Gesundheit optimal zu schützen.
