Zinküberdosierung: Symptome, Folgen und die richtige Dosierung

Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das eine entscheidende Rolle für zahlreiche Körperfunktionen spielt, darunter die Stärkung des Immunsystems, die Wundheilung und die Unterstützung des Stoffwechsels. Während ein Zinkmangel weitreichende gesundheitliche Probleme verursachen kann, birgt auch eine übermäßige Zufuhr Risiken. Eine Zinküberdosierung kann unangenehme Symptome hervorrufen und bei langfristiger Exposition ernsthafte Folgen für die Gesundheit haben. Es ist daher entscheidend, die richtige Balance zu finden und die empfohlenen Grenzwerte für die Zinkaufnahme zu beachten.

Wer ist besonders gefährdet für Zinkmangel?

Bevor wir uns den Risiken einer Überdosierung widmen, ist es wichtig zu verstehen, welche Personengruppen möglicherweise nicht ausreichend mit Zink versorgt sind. Zu den Risikogruppen für einen Zinkmangel zählen unter anderem Veganer und Vegetarier, da Zink aus pflanzlichen Quellen vom Körper schlechter aufgenommen wird. Auch Sportler haben aufgrund eines erhöhten Verbrauchs und verstärkten Schwitzens einen höheren Bedarf. Personen ab 65 Jahren sowie schwangere und stillende Frauen haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko für eine unzureichende Zinkversorgung.

Kann Zink überdosiert werden?

Eine Zinküberdosierung allein über die Nahrung ist äußerst unwahrscheinlich. Selbst der Verzehr großer Mengen zinkreicher Lebensmittel wie Austern, die rund 22 Milligramm Zink pro 100 Gramm enthalten, führt selten zu einer kritischen Überdosierung. Die meisten Fälle von Zinküberdosierung treten auf, wenn Zinkpräparate über einen längeren Zeitraum weit über die empfohlene therapeutische Dosis eingenommen werden. Dies könnte der Fall sein, wenn täglich über 50 Milligramm Zink konsumiert werden. Um eine Zinküberdosierung oder gar eine Zinkvergiftung zu vermeiden, sollte der empfohlene Grenzwert von 25 Milligramm pro Tag nicht überschritten werden, wie ihn beispielsweise die European Food Safety Authority (EFSA) für Erwachsene festlegt.

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Tabelle: Obergrenzen für eine langfristige Zinkaufnahme

Alter (Jahre)UL (mg / Tag) – EFSAUL (mg / Tag) – US IOM
> 19 / > 182540
15-182234
11-141823
7-101312
4-6107
1-377

Symptome einer akuten Zinküberdosierung

Bei einer einmalig erhöhten Zinkdosis müssen in der Regel keine Beschwerden erwartet werden. Kommt es jedoch zu einer akuten Zinküberdosierung, treten vor allem gastrointestinale Symptome in den Vordergrund. Zu den häufigsten Beschwerden gehören Bauchkrämpfe und Durchfall.

Die Symptome einer Zinküberdosierung im Überblick:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Bauchkrämpfe
  • Durchfall
  • Metallgeschmack auf der Zunge
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Müdigkeit

Neben einem unangenehmen Metallgeschmack, der an zungenbrennen erinnern kann, können weitere Beschwerden auftreten. Bei Verdacht auf eine Zinküberdosierung, insbesondere wenn Sie nahrungsergänzungsmittel sinnvoll einsetzen möchten, ist es ratsam, ärztlichen Rat einzuholen.

Langfristige Folgen eines Zinküberschusses

Eine chronische Zinküberdosierung kann ernste gesundheitliche Auswirkungen haben, die über die akuten Symptome hinausgehen. Die wichtigsten Langzeitfolgen sind:

  • Schwächung des Immunsystems: Paradoxerweise kann eine langfristige übermäßige Zinkzufuhr die Immunabwehr schwächen, anstatt sie zu stärken.
  • Kupfermangel: Zwischen Zink und Kupfer besteht eine enge Wechselwirkung. Ein chronischer Zinküberschuss stört die Kupferaufnahme im Körper und führt zu einem Kupfermangel. Dieser kann wiederum Nervenschäden und ein allgemeines Schwächegefühl zur Folge haben.
  • Eisenmangel: Zu Viel Zink kann die Aufnahme von Eisen behindern. Ein daraus resultierender Eisenmangel kann Blutarmut (Anämie) verursachen. Um dem vorzubeugen, kann eine Ernährung, die reich an eisenhaltige nahrungsmittel ist, helfen, das Gleichgewicht zu halten, aber die primäre Lösung ist die Reduzierung der Zinkzufuhr.

Was tun bei Verdacht auf Zinküberdosierung?

Sollten Sie den Verdacht haben, an einer Zinküberdosierung zu leiden, ist es dringend ratsam, Ihren Arzt oder Apotheker zu konsultieren. In den meisten Fällen klingen die Symptome nach dem Absetzen des auslösenden Präparats schnell wieder ab. Eine medizinische Abklärung ist jedoch wichtig, um mögliche Komplikationen auszuschließen und eine korrekte Diagnose zu erhalten.

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Wie häufig ist eine Zinkvergiftung?

Zinkvergiftungen, auch Zinkfieber genannt, sind relativ selten. Sie treten in der Regel nicht durch die Nahrungsaufnahme auf, sondern können beispielsweise bei Schweißarbeiten ohne entsprechende Atemschutzmaske durch das Einatmen von Zinkdämpfen entstehen. Eine Zinkvergiftung äußert sich durch Symptome wie Schüttelfrost, hohes Fieber und ein starkes allgemeines Unwohlsein. Diese schweren Symptome treten erst nach der Aufnahme sehr großer Zinkmengen auf.

Die richtige Zinkdosierung: Balance ist der Schlüssel

Sowohl eine zu hohe als auch eine zu niedrige Zinkzufuhr kann negative gesundheitliche Folgen haben. Daher ist eine ausgewogene Zinkzufuhr von großer Bedeutung. Zink ist in nennenswerten Mengen vor allem in Lebensmitteln tierischen Ursprungs wie Fleisch, Fisch, Milch und Eiern enthalten. Auch Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse sind gute Zinkquellen. Eine ausgewogene Ernährung, die auch ballaststoffreiches essen umfasst, ist generell förderlich für die Gesundheit.

Trotz einer ausgewogenen Ernährung kann in einigen Fällen ein Zinkmangel entstehen. Dann können Arzneimittel mit Zink, wie Zinkorot® 25 mg, dazu beitragen, den Mangel effektiv auszugleichen. Diese sollten ausreichend hochdosiert sein, um den Mangel beheben zu können, aber gleichzeitig die sicheren Grenzwerte nicht überschreiten. Die in Apotheken rezeptfrei erhältlichen Zinktabletten enthalten in der Regel maximal 25 Milligramm Zink pro Tablette. Bei vorschriftsmäßiger Einnahme gemäß Packungsbeilage ist eine Überdosierung nicht zu befürchten.

Zinkorot® 25 mg: Sicher und effektiv bei Zinkmangel

Zinkorot®-Tabletten bieten mit 25 Milligramm eine sichere und zugleich ausreichend hohe Dosierung, um einen Zinkmangel effektiv zu beheben. Mit der Einnahme nur einer Tablette pro Tag kann der Mangel ausgeglichen und die wichtigen Körperfunktionen wieder optimal unterstützt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um die für Sie passende Zinkzufuhr zu bestimmen.

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