Der Ultimative Zweikreiser Espressomaschinen Test: Dein Weg zum perfekten Kaffeegenuss

13 getestete Zweikreiser-Espressomaschinen im Überblick

Die Suche nach der idealen Espressomaschine kann eine echte Herausforderung sein. Insbesondere Zweikreiser-Espressomaschinen bieten die Flexibilität, gleichzeitig Espresso zu beziehen und Milch aufzuschäumen, was sie zu einer beliebten Wahl für Kaffeeliebhaber macht. In den letzten Wochen und Monaten haben wir bei Kaffeemacher eine der umfangreichsten Testserien durchgeführt, die wir je realisiert haben. Wir haben 12 Zweikreiser-Modelle ausführlich auf den Prüfstand gestellt, jedes in einem eigenen Video detailliert besprochen und dabei deren Eigenheiten, Unterschiede, Stärken und Schwächen herausgearbeitet. Wenn Sie tiefer in die Welt der Kaffeeliteratur eintauchen möchten, während Ihr Gerät aufheizt, finden Sie spannende Lektüre in unseren adler olsen bücher Empfehlungen.

Dieser umfassende Artikel fasst die Ergebnisse unserer Untersuchungen zusammen und bietet eine detaillierte Gegenüberstellung aller getesteten Maschinen. Unser Ziel ist es, Ihnen eine fundierte Entscheidungshilfe an die Hand zu geben, die weit über oberflächliche Vergleiche hinausgeht. Als Kaffeemacher verstehen wir uns als Kaffeeschule, die Wissenstransfer und Austausch auf dem Kaffeemarkt aktiv unterstützt. Mit unserer eigenen Kaffeefarm in Nicaragua, einer Rösterei in Basel und zwei Cafés teilen wir unser angewandtes Wissen in Kursen, Artikeln und Videos.

13 getestete Zweikreiser-Espressomaschinen im Überblick13 getestete Zweikreiser-Espressomaschinen im Überblick

Was wurde bei den Espressomaschinen genau getestet?

Wir haben bei unserem Test der Zweikreiser-Espressomaschinen einen ganzheitlichen Ansatz gewählt, um Ihnen ein möglichst vollständiges Bild jeder Maschine zu vermitteln. Neben der detaillierten Verarbeitung und der äußeren Beschaffenheit, die oft den ersten Eindruck prägt, stand die Milchschaumfähigkeit jeder Maschine im Fokus. Für Liebhaber von Cappuccino und Latte Macchiato ist dies ein entscheidendes Kriterium.

Ein weiterer wichtiger Aspekt war der Stromverbrauch der Zweikreiser, um deren Energieeffizienz zu bewerten. Besonders kritisch haben wir die Temperatur-Konstanz während des Espresso-Bezugs untersucht. Die Brühtemperatur ist maßgeblich für die Qualität des Kaffees. Wir zeigen Ihnen bei jeder Maschine, wie die Temperatur vom Start bis zum Ende des Espresso-Bezugs verläuft. Diese Konstanz ist besonders wichtig, wenn die Maschine für mehrere Bezüge hintereinander eingesetzt wird, etwa in einem größeren Haushalt, einer Wohngemeinschaft oder bei Feierlichkeiten – ein Attribut, das wir als „Catering“- oder „WG“-Fähigkeit bezeichnen.

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Für Morgenmuffel und Eilige spielt auch die Aufheizzeit eine Rolle. Hier sei vorweggenommen: Die Aufheizzeiten der meisten Maschinen unterscheiden sich nicht wesentlich. Wir empfehlen, alle 12 Espressomaschinen mindestens 25 Minuten vor dem ersten Bezug einzuschalten, damit sie optimal durchgeheizt sind. Einige Modelle benötigen sogar noch etwas länger, um ihre volle Leistung zu entfalten.

Temperaturfühler zur Messung der Brühtemperatur im SiebträgerTemperaturfühler zur Messung der Brühtemperatur im Siebträger

Warum gibt es keinen eindeutigen Zweikreiser-Testsieger?

Im Laufe unserer intensiven Tests und des tiefgehenden Kennenlernens der zwölf Espressomaschinen wurde uns klar, dass es nicht sinnvoll wäre, ein absolutes Ranking oder einen einzigen Testsieger zu küren. Die Maschinen weisen derart unterschiedliche Qualitäten und Stärken auf, dass sie für verschiedene Einsatzzwecke und Nutzerprofile optimiert sind. Selbst unsere Haupttester, Michel Aeschbacher und Benjamin Hohlmann, konnten sich nicht auf einen gemeinsamen Favoriten einigen.

Für Michel stehen beispielsweise die Kraft beim Milchaufschäumen sowie die äußere Haptik und hochwertige Materialien im Vordergrund. Benjamin hingegen legt großen Wert auf die Temperaturkonstanz über fünf Bezüge hinweg, um die Espressomaschine auch bei Meetings effizient nutzen zu können. Und dabei haben wir noch nicht einmal über das Preis-Leistungs-Verhältnis gesprochen! Es ist wie bei einem guten krimi bestseller – was dem einen fesselt, lässt den anderen kalt, weil die Geschmäcker und Vorlieben einfach zu divers sind.

Deshalb haben wir uns gegen ein pauschales Ranking entschieden. Stattdessen beleuchten wir, welche Espressomaschinen in spezifischen Kategorien am besten abschneiden. So können Sie, basierend auf Ihren persönlichen Bedürfnissen, die Maschine finden, die perfekt zu Ihnen passt. Wir bedauern, Ihnen diese persönliche Entscheidung nicht abnehmen zu können. Gäbe es die eine, perfekte Espressomaschine, die in allen Kategorien brilliert, würden wir sie ohne Zögern ausrufen. Da dies jedoch nicht der Fall ist, präsentieren wir Ihnen Teilbereichs-Testsieger, Favoriten unserer Tester und unseren Preis-Leistungs-Sieger.

Verarbeitung und äußere Beschaffenheit: Qualität, die man spürt

Ästhetik und Haptik sind subjektiv, doch vier Maschinen stechen in unserem Test in puncto Verarbeitung und äußere Beschaffenheit hervor. Ein Highlight, nicht zuletzt wegen ihrer schönen Ausführung mit Holzgriffen und in Schwarz, ist die Xenia Espressomaschine. Sie bietet eine modulare Bauweise, die es ermöglicht, nicht nur die gewünschte Optik, sondern auch die Ausstattung individuell zu wählen. Die Xenia kann mit einem oder zwei Siebträgern, in Holz- oder klassischer Ausführung oder sogar bodenlos konfiguriert werden. Diese Modularität hat ihren Preis, verhindert aber auch, dass man mit überflüssigen Features belastet wird. Scharfe Kanten sucht man bei der Xenia vergeblich, was ihre hochwertige Verarbeitung unterstreicht.

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Xenia Espresso Espressomaschine in der SeitenansichtXenia Espresso Espressomaschine in der Seitenansicht

Die Rocket Mozzafiato Cronometro R übertrifft mit einem Preis von über 2000 Euro unsere übliche Testkategorie und protzt entsprechend mit Materialqualität. Ihre 8 mm dicken Seitenpaneele aus massivem Aluminium tragen maßgeblich zum wertigen Erscheinungsbild bei. Die Verarbeitung ist exzellent, mit kaum vorhandenen scharfen Kanten. Stabile Füße sorgen für sicheren Stand, und die Cold-Touch-Milchlanze rundet das Premium-Erlebnis ab. Eine integrierte Uhr ist ein nützliches zusätzliches Detail. Ebenfalls hervorragend verarbeitet ist die Quick Mill Andreja Premium PID. Bei ihr, wie auch bei den Rocket-Modellen, merkt man, dass ein höherer Kaufpreis in saubere Kanten und ein durchdachtes Finish investiert wurde.

Die Lelit Mara X gehört zu den günstigeren Maschinen in unserem Test, überrascht aber positiv in puncto äußerer Beschaffenheit. Mit nur 22 cm Breite und 41 cm Tiefe ist sie kompakt. Während andere kraftvolle Maschinen wie die Bezzera Magica oder Rocket Mozzafiato bevorzugen, überzeugt die Lelit Mara X durch runde Ecken und eine außergewöhnlich leise Arbeitsweise. Die Seitenwände sind zwar dünner als beispielsweise bei der Quick Mill Rubino, was sie beim Klopfen etwas „blechig“ wirken lässt, doch dies tut ihrem insgesamt positiven Erscheinungsbild keinen Abbruch.

Seitenansicht der kompakten Lelit Mara X EspressomaschineSeitenansicht der kompakten Lelit Mara X Espressomaschine

Solide Verarbeitung bieten auch die Profitec Pro 500, Quick Mill Rubino, Bezzera Magica, Rocket Appartamento (abgesehen von der enttäuschenden Plastikreling), Elba und ECM Mechanika Slim. Die günstigeren Modelle, ACM Homey und Bezzera BZ10, lassen ihr Preisniveau optisch und haptisch erkennen. Hier wurde an einigen Kanten gespart, und nicht jedes Metall ist sauber gebrochen. Trotz kleinerer Schönheitsfehler liefern beide Maschinen jedoch exzellenten Espresso, was uns wichtiger ist als eine makellose Optik.

Wassertank: Ein einsamer Spitzenreiter in Sachen Flexibilität

Das Kapitel über den Wassertank hätten wir beinahe ausgelassen, gäbe es da nicht einen so klaren Spitzenreiter: Die Xenia Espressomaschine übertrifft alle anderen Zweikreiser in Sachen Wassertank-Flexibilität bei Weitem. Es scheint, als habe ihr Entwickler, Holger Dreißig, als Einziger smarte und praktische Lösungen für den Wassertank gesucht und gefunden.

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Während freistehende Espressomaschinen selten Probleme mit der Befüllung haben, gibt es oft Situationen, in denen ein Wassertank nicht nach oben entnommen oder nur umständlich mit einer Kanne befüllt werden kann. Eine Kannenbefüllung birgt zudem immer das Risiko, die Maschine zu überschwemmen.

Praktischer Wassertank der Xenia, seitlich entnehmbarPraktischer Wassertank der Xenia, seitlich entnehmbar

Die Xenia bietet als optionale Ausbauvariante einen seitlichen Einschub. Der Wassertank kann bequem nach links oder rechts aus der Maschine entnommen und befüllt werden. Dies erweist sich als äußerst praktisch in beengten Küchen oder bei speziellen Nutzungssituationen, wie beispielsweise in einem Wohnwagen. Ein weiterer Vorteil dieser Einschubvariante ist, dass auf der Maschine abgestellte Tassen nicht entfernt werden müssen. Gute Lösungen für eine bequeme Befüllung oder Entnahme von oben bieten die Bezzera Magica, Profitec Pro 500 sowie die ECM Mechanika Slim, bei denen sich der Deckel mit den Tassen an der Reling abnehmen lässt. Viele andere Maschinen bieten hingegen weniger Abstellfläche für Tassen und sind mit einem einfachen Deckel versehen.

Die unkomfortabelste Wassertank-Entnahme bietet die ACM Homey, bei der das Fehlen eines Griffs und ein zu kleiner Schlitz das Herausnehmen des Tanks zu einer mühsamen Angelegenheit machen. Auch die Wassertankentnahme der Elba 969 gehört zu den weniger durchdachten Varianten, da zunächst Tassen, ein Plastikgitter und schließlich ein Deckel entfernt werden müssen, bevor man mit den dürftigen Griffen des Tanks zu kämpfen hat.

Mitgelieferte Tamper im Vergleich: Das kleine, aber feine Detail

Ein guter Tamper ist essenziell für die Espressozubereitung: Er sollte bündig mit dem Rand des Siebes abschließen und die Metallbasis so tief einsinken, dass der Siebrand mit den Fingern erfühlt werden kann. Diese Kriterien erfüllt der Tamper der Lelit Mara X am besten. Mit einem idealen Umfang von 58,5 mm ähnelt er professionellen Tampern. Clever ist dabei, dass nur der unterste Ring diesen genauen Durchmesser aufweist, wodurch der Tamper an der Druckfläche sauber mit der Siebwand abschließt, ohne beim Herausziehen ein Vakuum zu erzeugen, das das Mahlgut wieder nach oben saugen und so Channeling verursachen könnte.

![Professioneller Tamper für die perfekte Espresso-Zubereitung](https://cdn.shopify.com/s/files/1/0406/3343/4269/files/tamper